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14.01.2010 - Articolo
Erdbeben in Haïti: Vorausdetachement der Humanitären Hilfe des Bundes hat Haïti erreicht

Stand 19.00 Uhr - 14.01.2010

Das Vorausdetachement der Humanitären Hilfe des Bundes hat am 14. Januar 2010 die Grenze zu Haïti auf dem Landweg überschritten.

Am 12. Januar 2010, 16.53 Uhr Ortstzeit hat ein  ungewöhnlich schweres Erdbeben der Stärke 7.0 (gem. US-Erdbebenwarte USGS) in Haïti Schäden von enormem Ausmass verursacht. Das Epizentrum lag ca. 15 Km westlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Das Erdbeben hat schwere Zerstörungen verursacht und eine noch unbekannte Zahl von Opfern gefordert.

Die Humanitäre Hilfe des Bundes hat der haïtianischen Regierung noch in derselben Nacht ein Hilfsangebot unterbreitet. 

Bereits am 13. Januar 2010 sind ein Vorausdetachement von 6 Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) sowie eine Expertin der UNO mit einem REGA-Flugzeug in der Dominikanischen Republik eingetroffen, um auf dem Landweg nach Port-au-Prince weiterzureisen. Am 14. Januar 2010 ist das Team im Katastrophengebiet eingetroffen und hat sofort mit den ersten Arbeiten begonnen (Logistik, Koordination, Bedürfnisabklärungen Medizin, Wasser, Shelter).

Weitere Experten der Humanitären Hilfe des Bundes - Fachleute auf den Gebieten der Logistik, Sicherheit, Wasserversorgung und Notunterkünfte - werden  am 15. Januar 2010 im Schadengebiet eintreffen.
Zeitgleich soll eine Lieferung von Hilfsgütern (Medikamente, Plastikplanen, Hygiene-Sets), das gemeinsam mit dem Schweizerischen Roten Kreuz, einem Partner in der Rettungskette Schweiz, vorbereitet wurde, abgeschickt werden. Weitere Massnahmen sind in Abklärung (in den Bereichen Überlebenshilfe und Wiederaufbau, Unterstützung von Partnerorganisationen). Entscheide werden in den nächsten Tagen gefällt.

Die Humanitäre Hilfe des Bundes ist in ständigem Kontakt mit dem DEZA-Programmbüro, mit Partnerorganisationen vor Ort (UNO, IKRK, Hilfswerke) und der schweizerischen Botschaft in Port-au-Prince. Die Botschaft in Santo Domingo wird durch fünf EDA-Mitarbeiter verstärkt.

In Haïti leben rund 150 Schweizerinnen und Schweizer. Dazu kommt eine unbekannte Anzahl Durchreisender (Touristen, Geschäftsleute etc.). Zur Zeit gibt es noch keine Informationen über Opfer unter den Schweizer Bürgern in Haïti. Die Kommunikation über Festnetz und Mobilverbindungen ist in Haïti praktisch zusammengebrochen. Die Schweizer Botschaft bemüht sich dennoch, mit den Schweizern in Kontakt zu treten.

Für Personen, welche Familienangehörige in Haïti vermissen, hat das EDA eine Hotline eingerichtet und Formulare für Such- und Rückmeldungen auf der EDA-Internet-Seite aufgeschaltet. Die Hotline ist bis auf weiteres 24 Stunden pro Tag in Betrieb (0041 31 325 33 33). Das EDA erteilt keine Auskünfte über die Anzahl und Identität der Anrufenden.

Ulteriori informazioni e documenti

  • Factsheet: Erdbeben in Haiti
    Stand 12.00 Uhr - 14.01.2010
    Prelievo (PDF, 77 KB) [de]  
  • Couverture 2010