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Globale und regionale wirtschaftliche Integration - Globalisierung im Dienste der Entwicklungsländer

Wirtschaftliche Integration

Globale politische und wirtschaftliche Strukturen können die Entwicklung und Armut in DEZA-Partnerländern wesentlich beeinflussen. Die DEZA setzt sich für eine Globalisierung ein, die einer nachhaltigen Entwicklung dient. So soll die Welthandelsordnung Entwicklungsländern eine faire Chance bieten, ihre Produkte zu exportieren.

Wissenswertes

Handel und ausländische Investitionen in Entwicklungsländern haben stark an Bedeutung gewonnen. 1980 machte der internationale Handel in Entwicklungsländern durchschnittlich 44 % der nationalen Wirtschaft aus – 2002 bereits 67 %.

Sich schnell entwickelnde Länder können andere Regionen mitziehen. Die chinesische und indische Nachfrage nach Energie und Metall hat die afrikanischen Exporte vervielfacht.

Die Welt ist zunehmend vernetzt – wirtschaftlich, politisch und sozial. Die Globalisierung bringt neue Chancen und Risiken mit sich, für die Industrienationen wie auch für Entwicklungsländer.

Wie können nun die Entwicklungsländer vom Handel profitieren? Grundsätzlich muss das internationale Handelssystem den Entwicklungsländern ermöglichen, ihre Produkte auf den Märkten des Nordens und der Region zu verkaufen. Diese Forderung stösst jedoch in der laufenden Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation (World Trade Organization WTO) im Landwirtschaftsbereich auf grossen Widerstand einiger Industrieländer. Die DEZA setzt sich in dieser sogenannten Doha-Entwicklungsrunde dafür ein, die Interessen der Entwicklungsländer besser zu berücksichtigen. Weiter trägt die DEZA mit ihren Projekten, z.B. in der Bildung oder bei den Infrastrukturen, dazu bei, dass Entwicklungsländer die Chancen des bestehenden Handelssystems besser ergreifen können.

Das Welthandelssystem beruht nicht nur auf multilateralen Regeln der WTO. Zunehmend schliessen Staaten regionale und interregionale Abkommen zu Handel und Investitionen. Solche Abkommen können beispielsweise die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Wirtschaft stärken und der Region grösseres Gewicht in internationalen Verhandlungen verleihen. Die grosse Herausforderung ist es, mit günstigen Rahmenbedingungen Investoren anzulocken, ohne dass die Länder ihre nationale Souveränität preisgeben.

Damit diese wirtschaftliche Entwicklung nicht auf Kosten der Umwelt geschieht, muss in allen Aktionen der Aspekt der Nachhaltigkeit einbezogen sein.

Fokus der DEZA: Stärkere Berücksichtigung von Anliegen der Entwicklungsländer

Die DEZA unterstützt gezielt solche wirtschaftlichen Integrationsprozesse, wobei ihr Augenmerk der nachhaltigen Entwicklung und der Armutsbekämpfung gilt. Insbesondere will die DEZA fördern, dass fortgeschrittenere Länder wie Indien, Südafrika, Brasilien oder China zur Entwicklung ärmerer Länder oder Regionen beitragen. Dazu ist vorerst solides Grundlagenwissen gefragt. Zum Beispiel darüber, wie sich die verstärkte chinesische und indische Präsenz in Afrika und Lateinamerika auswirkt. Deshalb unterstützte die DEZA international stark beachteten Studien des OECD Development Centres.

Die Umwelt ist von der zunehmenden internationalen Verflechtung stark betroffen. Auf positive Weise, beispielsweise beim Transfer von sauberen Technologien die einen effizienteren Umgang mit knappen Ressourcen ermöglichen. Negativ hingegen, wenn wir an lange Transportwege von Produkten, an Umweltverschmutzung und an Klimawandel denken. Die DEZA engagiert sich dafür, die Regeln des globalen wie auch des regionalen Handels weiterzuentwickeln – um sie in Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung zu bringen.

Weiterführende Informationen und Dokumente

Dokumente
  • Gespräch mit Javier Santiso zu Entwicklungstrends in Lateinamerika
    Traverse März 2008
    Download (PDF, 92 KB) [de]   [en]   [fr]   [es]  

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