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Demokratisierung - Keine wirksame Hilfe ohne Demokratisierung

Eine aktive Beteiligung der Bevölkerung am politischen Leben im Land gehört zu den wichtigsten Zielen der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. Die Förderung der Demokratisierung ist deshalb ein Kernanliegen der DEZA. Grundpfeiler der Demokratisierungsbemühungen sind die Stärkung der Zivilgesellschaft sowie die Schaffung von Räumen für Dialoge und Absprachen zwischen Zivilgesellschaft und Staat.

Wissenswertes
Gemäss Daten aus dem Jahr 2006 gibt es seit Anfang der 90er-Jahre 77 Demokratien.
34 Länder haben noch autokratische Systeme.
Seit Anfang des 21. Jahrhunderts gibt es vermehrt Anokratien, eine unübersichtliche Mischung aus demokratischen und autokratischen Elementen.
49 Länder leben derzeit unter einem anokratischen Regime. Sie sind politisch instabil und besonders anfällig für bewaffnete Konflikte, Terrorangriffe und internationale Krisen.

Demokratisierung bedeutet, ein Mitspracherecht der Bevölkerung und verantwortungsbewusstes Handeln der Regierung gegenüber dem Volk sicherzustellen. Für die Entwicklungsorganisationen führt diese Demokratisierung über die Schaffung demokratischer Institutionen und Abläufe mit dem Ziel, die demokratischen Werte in der Gesellschaft zu verankern.

Der erste Schritt in dieser Richtung besteht in der Durchführung freier, korrekter Mehrparteienwahlen. In einem weiteren Schritt folgt die Einsetzung einer effizienten Legislative auf der Grundlage eines Verfassungsrahmens sowie klar definierter Abläufe, die von kompetenten gesetzgeberischen Instanzen ausgearbeitet und koordiniert werden, und schliesslich freie Medien, welche die Tätigkeit des Staates kritisch hinterfragen und als unabhängige Informationsquelle dienen.

Im Fokus der DEZA: Gute Regierungsführung als Transversalthema

Die DEZA unterstützt Projekte zur Stärkung der Zivilgesellschaft, der Medien und der Menschenrechte. Sie engagiert sich bei Wahlen und für Kompetenzen der Parlamente. Sie schafft Räume für einen politischen Dialog «an der Basis», um ein lokal in der Gemeinde verankertes Demokratieverständnis heranwachsen zu lassen. Viel Gewicht legt die DEZA deshalb auf die Förderung von Dezentralisierungsprozessen, welche die Unabhängigkeit und Legitimität der lokalen Behörden stärken. Eine solche Legitimität beruht auf Mechanismen, bei denen Gewählte und Bevölkerung in einen Dialog treten.

Die Stärkung der Zivilgesellschaft und die Schaffung von Räumen für eine «lokale Demokratie» fügen sich in den Rahmen der «guten Regierungsführung» ein. Dieses Transversalthema zieht sich durch alle Einsätze der DEZA. Mit einer guten Regierungsführung soll ganz allgemein die Beziehung zwischen Staat und Bevölkerung und der Zugang aller zu qualitativ guten staatlichen Leistungen verbessert werden. Diesem Ansatz liegt die Idee zugrunde, dass eine «gute Regierungsführung» in jedem Staat der sicherste Garant für sozialen Frieden und Wohlstand und damit für den Erfolg eines Entwicklungsprojekts ist.

Kontaktperson zum Thema : Mona M’Bikay

Weiterführende Informationen und Dokumente

Dokumente
  • Challenging Common Assumptions on Corruption and Democratisation
    Key Recommendations and Guiding Principles
    Download (PDF, 801 KB) [en]  
  • Afghanistan civil society Forum - Swiss Supported watchdog for a better future
    Asia Brief - July 2009
    Download (PDF, 480 KB) [en]  
  • Forum Process
    Complete Handbook
    Download [en]  
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