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Global Forum on Migration and Development:
Die Schweiz hatte 2011 den Vorsitz für das Globale Forum für Migration und Entwicklung

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Schlusswort von Staatssekretär Peter Maurer , 02.12.2011 (fr)
 Medienmitteilung, 01.12.2011
 Rede von Bundesrätin Simonetta Sommaruga , 01.12.2011 
 Eröffnungsrede des Botschafters Eduard Gnesa Amtierender Präsident , 01.12.2011 (fr)
 Factsheet
 Offizieller Fotoalbum
 Website des Forum
Nigeria und die Schweiz organisieren gemeinsam eine Migrationskonferenz, 18.10.2011 

Internationaler Migrationsdialog

migrationsdialog_web.jpgDie Migration als transnationales Phänomen verlangt nach internationaler Gouvernanz und Zusammenarbeit der Instanzen aus Politik, Verwaltung und internationalen Organisationen. Die Schweiz engagiert sich in multilateralen Gremien dafür, dass die Zivilgesellschaft stärker an den Debatten beteiligt wird.

Mit der Intensivierung des internationalen Migrationsdialogs geht ein Paradigmenwechsel in der Migrationspolitik einher. Die Migration wird nicht länger aus einer nationalen Warte betrachtet, sondern als globales Phänomen gesehen, das partnerschaftlich angegangen werden muss. Die wachsende Zahl Initiativen, die auf eine bessere Koordination und Kooperation im Migrationsbereich zielen, spiegeln diese Entwicklung. Die Einsetzung der Globalen Kommission für Internationale Migration im Jahr 2005 durch die UNO stand an deren Anfang. Ihr Auftrag lautete, den Rahmen für einen globalen Ansatz zur Bewältigung der Herausforderungen der internationalen Migration abzustecken.

UNO Kommission für internationale Migration
An der 61. Generalversammlung der UNO im September 2006 wurde erstmals auf Ministerebene über Migration debattiert. Dabei wurde über den Zusammenhang zwischen Migration und Entwicklung, Arbeitsmigration, Rechte der MigrantInnen, Kampf gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel diskutiert. Im Jahr 2013 wird in der UNO ein weiterer Dialog auf Ministerebene zum Thema „Migration und Entwicklung“ stattfinden.

Wissenswertes

Jedes Jahr überqueren mehr als 5 Millionen Menschen internationale Grenzen, um sich in einem entwickelten Land niederzulassen. Die Anzahl derjenigen, die in ein anderes Entwicklungsland oder innerhalb ihres eigenen Landes umziehen, ist wesentlich höher, allerdings gibt es dazu kaum genaue Schätzungen.

Das Globale Forum für Migration und Entwicklung
Das Globale Forum für Migration und Entwicklung ist das umfassendste Gremium auf Regierungsebene und entstand aus den Empfehlungen des Ministerdialogs der UNO von 2006. Es soll den Austausch und die konkrete Zusammenarbeit zwischen Staaten und anderen Akteuren im Migrations- und Entwicklungsbereich ermöglichen. Das Forum findet jedes Jahr unter wechselndem Vorsitz statt. Parallel dazu gibt es ein Treffen von zivilgesellschaftlichen Akteuren. 2011 hat die Schweiz den Vorsitz.

Globale Migrationsgruppe
Zahlreiche internationale Organisationen beschäftigen sich mit Migrationsfragen. Die wichtigsten sind seit 2007 in der neu gegründeten Globalen Migrationsgruppe vereint. Zu ihnen zählen etwa das UN Entwicklungsprogramm (UNDP), die Internationale Organisation für Migration (IOM), das Hochkommissariat für Flüchtlinge der Vereinten Nationen (UNHCR), die Weltbank sowie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO).

Aktuelle Herausforderungen
In den industrialisierten Ländern besteht ein Widerspruch zwischen restriktiven nationalen Zuwanderungspolitiken und einem hohen Bedarf an unqualifizierten Arbeitskräften. Ärmere Staaten stellt die zunehmende Zahl von MigrantInnen vor grosse Schwierigkeiten. Die lokalen Behörden sind oft überfordert und nicht in der Lage, die MigrantInnen zu schützen. Die Verbesserung der lokalen Kapazitäten ist eine wichtige Voraussetzung für den entwicklungsförderlichen Umgang mit Migration. Die multilateralen Diskussionen, an welchen vermehrt auch traditionelle Entwicklungsorganisationen teilnehmen, fördern die Brückenbildung zwischen Herkunfts-, Transit- und Empfängerländern und können helfen, das positive Potenzial der Migration auszuschöpfen.

Fokus der DEZA

Auf internationaler Ebene unterstützt die DEZA die Diskussion über die institutionelle Kohärenz von Migrationspolitiken und über die Auswirkung letzterer auf die Entwicklungsbestrebungen. Sie setzt sich in den verschiedenen Gremien im Rahmen der Schweizer Delegation für einen vertieften internationalen Politikdialog ein. Die DEZA engagiert sich gemeinsam mit der Politischen Abteilung IV des EDA, dem Bundesamt für Migration und dem Staatssektretairat für Wirtschaft (Seco) im Globalen Forum für Migration und Entwicklung (GFMD). Seit 2009 teilt sie sich mit Marokko den Vorsitz einer besonders aktiven Arbeitsgruppe zum Thema «Institutionelle Kohärenz, Daten und Forschung» Die Schweiz setzt sich u.a. für eine stärkere Beteiligung der Zivilgesellschaft innerhalb des GFMD ein.

Kontaktperson zu diesem Thema: Beata Godenzi

Weiterführende Informationen und Dokumente