Bundesverwaltung admin.ch
Departement für auswärtige Angelegenheiten
Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
DEZA – weltweit vor Ort

Besuchen Sie die Websites der Schweizer Kooperationsbüros.

Schweiz
Schweiz 
Suchen in:
Studien

Die Schweiz und das ausländische Gesundheitspersonal:

Medienmitteilung


  • Swiss Contributions to Human Resources for Health Development in Low- and Middle-Income Countries
    Complete Study
    Download (PDF, 912 KB) [en]  
  • Swiss Contributions to Human Resources for Health Development in Low- and Middle-Income Countries
    Summary
    Download (PDF, 3177 KB) [en]  
  • Fiche de synthese sur les études
    Download (PDF, 109 KB) [fr]  
  • Qualitative Untersuchung zum ausländischen Gesundheitspersonal in der Schweiz u. dessen Rekrutierung
    Download (PDF, 637 KB) [de]   [fr]  
  • Ausländisches Gesundheitspersonal in der Schweiz
    Download (PDF, 669 KB) [de]  

Arbeitsmigration

Arbeitsmigration_web.jpgNeunzig Prozent der internationalen Migration erfolgt zum Zweck der Arbeit. Durch die Globalisierung der Wirtschaft ist der internationale Arbeitsmarkt flexibler geworden und die Zahl der ArbeitsmigrantInnen angestiegen. Die DEZA setzt sich dafür ein, dass Arbeitsmigration unter rechtlich und sozial abgesicherten Bedingungen stattfinden kann.

Arbeitsmigration ist oft eine Folge von Armut und wirtschaftlicher Not in den Herkunftsländern. Die Menschen verlassen ihre Heimat auf der Suche nach einem gesicherten Einkommen und in der Hoffnung auf eine Steigerung ihres Wohlstandes und ihrer Sicherheit.
Die Gruppe der ArbeitsmigrantInnen umfasst jedoch auch eine zunehmende Zahl gut qualifizierter Arbeitskräfte, die ihr Heimatland verlassen, um im Ausland einer neuen beruflichen Herausforderung zu folgen. Häufig findet Arbeitsmigration auf der Basis von temporären Arbeitsverträgen statt.

Chancen
Arbeitsmigration kann zur Entwicklung beitragen. Von der Arbeit der MigrantInnen profitieren nicht nur sie selber, ihre Familien und Herkunftsländer, sondern auch die Empfängerländer. Durch die Migration werden Gelder, Waren, Wissen und Ideen transferiert und die Herkunftsländer stärker in die globale Welt eingebunden. Migration heisst oft nicht nur Weggehen, sondern auch wieder zurückkehren. Mit dem Wissen, dem Kapital sowie der internationalen Erfahrung können die ArbeitsmigrantInnen zum Aufbau ihrer Heimatländer beitragen.

Wissenswertes

2030 werden Schätzungen zufolge 40% aller ArbeiterInnen weltweit aus Indien und China stammen.
Im Jahr 2008 generierten internationale Rekrutierungsagenturen weltweit einen geschätzten Umsatz von 225 Mio. $ und vermittelten rund 900'000 ArbeitsmigrantInnen.

Am meisten Personen migrieren nach Nordamerika, dahinter folgen Europa und der Mittlere Osten.

Aktuelle Herausforderungen
In vielen Empfängerländern gehören die ArbeitsmigrantInnen zu den verletzlichsten Personengruppen. Oft leiden sie unter Rechtlosigkeit, schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen. Zwar bestehen internationale Standards zum Schutz von ArbeitsmigrantInnen, diese werden jedoch häufig missachtet. Oft stellen auch die Schulden gegenüber den Rekrutierungsagenturen eine Belastung dar. Deren Vermittlungskosten für Stellen im Ausland betragen teilweise ein Mehrfaches des Monatlohns der MigrantInnen. Die verletzlichste Gruppe bilden die Frauen, die fast die Hälfte der globalen ArbeitsmigrantInnen ausmachen.

Zudem führen globale ökonomische Ungleichgewichte in Entwicklungsländern dazu, dass eine grosse Zahl qualifizierter Arbeitskräfte ihr Land verlassen und nicht wieder zurückkehren. Dieser so genannte „Brain Drain“ kann das Herkunftsland in seiner Entwicklung bremsen und ist insbesondere im Gesundheitssektor ein grosses Problem.

Die internationale Mobilität von Arbeitenden und Arbeitssuchenden kann eine Chance für die Entwicklung aller Beteiligten sein. Zur Ausschöpfung dieses Potenzials bedarf es einer besseren internationalen Kooperation, Regulierungsmassnahmen im Herkunfts- und im Zielland und der Bereitschaft, den MigrantInnen ihre Rechte zu gewähren.

Fokus der DEZA

Das vorgängige Ziel der DEZA ist es, den Nutzen der Arbeitsmigration für die MigrantInnen selbst sowie für deren Angehörige in den Herkunftsländern zu maximieren und so zur Entwicklung dieser beizutragen.

Im Vordergrund stehen die Migration von Frauen, die Umsetzung von Politiken im Bereich Arbeitsmigration (Vorbereitung auf die temporäre Migration, Hilfe bei der Wiedereingliederung im Herkunftsland) sowie die arbeitsrechtliche Besserstellung von MigrantInnen („decent work“).

Innerhalb der DEZA befasst sich vorab das Globalprogramm Migration mit der Thematik. Es engagiert sich mit Projekten im Bereich der Arbeitsmigration insbesondere in Südasien (Sri Lanka, Nepal, Bangladesh) und im Nahen Osten (Jemen, Syrien).

Kontaktperson zu diesem Thema: Barbara Affolter Goméz

Weiterführende Informationen und Dokumente