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Wiederaufbau des Spitals von Voinjama in Liberia
Von der humanitären Hilfe zu einer nachhaltigen Entwicklung

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Das Spital wurde während des Krieges fast völlig zerstört. Nun ist es wieder aufgebaut und dient als sekundäres Gesundheitszentrum für die gesamte Bevölkerung der Provinz Lofa. Der Betrieb und die Verwaltung gehen am Ende an die Gesundheitsbehörde Liberias über.

Nach einem Bürgerkrieg, der von 1989 bis 2003 dauerte, und über 200 000 Tote und über eine Million Vertriebene gefordert hat, muss in Liberia alles neu aufgebaut werden. Dies betrifft sowohl die Infrastrukturen als auch die Wirtschaft des Landes. In der Hauptstadt mangelt es seit Anfang der neunziger Jahre an Trinkwasser und Elektrizität. Über 80 % der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze.

Humanitäre Hilfe der DEZA und Wiederaufbau des Landes
Nach einem Bürgerkrieg, der von 1989 bis 2003 dauerte, und über 200 000 Tote und über eine Million Vertriebene gefordert hat, muss in Liberia alles neu aufgebaut werden. Dies betrifft sowohl die Infrastrukturen als auch die Wirtschaft des Landes. In der Hauptstadt mangelt es seit Anfang der neunziger Jahre an Trinkwasser und Elektrizität. Über 80 % der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze.

Seit Anfang der neunziger Jahre gewährt die DEZA Liberia Nothilfe. Heute will sie ihre Aktivitäten auf den Wiederaufbau des Landes konzentrieren. Sie ist umso entschlossener, dies zu tun, da zahlreiche humanitäre Akteure Liberia verlassen haben und da die Projekte für eine nachhaltige Entwicklung noch in den Kinderschuhen stecken. In diesem Rahmen ist der Wiederaufbau des Tellewoyan Spitals in Voinjama zu sehen. Es geht nicht nur um den Wiederaufbau des Spitals, sondern auch um die Sicherstellung eines nachhaltigen Betriebs und Unterhalts.

Das Projekt zum Wiederaufbau und zur Inbetriebnahme des Tellewoyan Spitals
2006 hat die DEZA entschieden, das Tellewoyan Spital in der Provinz Lofa neu aufzubauen, einer Provinz, die vom Bürgerkrieg besonders hart betroffen war. Sie liegt in einer Gegend, die während der Regenzeit vom übrigen Land völlig isoliert ist. Aufgrund ihrer Nähe zu Sierra Leone und Guinea hat sie zudem mit dem Strom der Flüchtlinge zu kämpfen, die nach dem Krieg wieder ins Land zurückgekehrt sind.

Eine Gruppe von Expertinnen und Experten reiste nach Liberia, um die Ziele und Bedürfnisse bezüglich des Wiederaufbaus zu identifizieren. Das erste Ziel bestand darin, eine Spitalinfrastruktur für 100 bis 150 Betten zu schaffen und den Spitalbetrieb aufzunehmen. Gleichzeitig sollte dafür gesorgt werden, dass die Region über eine qualitativ gute Spitalversorgung verfügt.

Vorbereitungsphase

In dieser Phase wurden die Pläne für den Wiederaufbau entworfen und die Baubewilligungen eingeholt. Verschiedene technische Studien wurden mit Hilfe eines Architekturbüros aus Monrovia durchgeführt. Es wurden die für die öffentliche Ausschreibung erforderlichen Unterlagen vorbereitet, um lokale Unternehmen zu finden, die diese Arbeiten ausführen können.

Bauphase

Diese Phase setzte mit der Unterzeichnung des Vertrags mit dem Bauunternehmen ein. Die Arbeiten wurden von einem von der DEZA beauftragten Architekten, vom Projektverantwortlichen und einem Vertreter des Gesundheitsministeriums begleitet und überwacht. Die Arbeiten dauerten von Dezember 2006 bis Juni 2008.

Einrichtungsphase

Sämtliches für den Betrieb eines Spitals erforderliches Grundmaterial (Küchenmaterial, Möbel usw.) – ausgenommen technische Ausrüstungen – wurden gekauft oder vor Ort hergestellt. Weitere Einrichtungen (wie Betten) wurden vom Projekt zur Wiederverwendung von gutem, aber nicht mehr gebrauchtem schweizerischem Militärmaterial bereitgestellt. Schliesslich wurden die technischen Einrichtungen auf dem schweizerischen oder internationalen Markt gekauft.

Inbetriebnahme

Diese entscheidende Phase setzte Anfang Mai 2008 ein. Sie sollte zeigen, inwiefern das Spital in der Lage ist, auf die Bedürfnisse der Bevölkerung einzugehen. Sie bedeutete auch den Übergang von der humanitären Hilfe zur Entwicklungszusammenarbeit. Von nun an handelt es sich nicht mehr um ein Projekt zum Wiederaufbau eines Spitals, sondern um dessen Einbindung ins liberianische Gesundheitssystem.

Um dies zu erreichen, haben die DEZA und der liberianische Staat die Inbetriebnahme des Spitals der NGO International Medical Corps (IMC) übertragen, die eng mit dem Gesundheitsministerium zusammenarbeitet. Dank ihrer Erfahrungen in der Region ist sie in der Lage, das Spital in Betrieb zu nehmen und seine Aufgabe als sekundäres Gesundheitszentrum mit den primären Gesundheitszentren (Gesundheitszentren der Region) zu koordinieren.

Erwartete Resultate

Ein während des Kriegs zerstörtes Spital wurde wieder aufgebaut und verbessert. Ein Betreiber (IMC) ist in der Lage, die Inbetriebnahme sicherzustellen und der Bevölkerung der Provinz Lofa eine qualitativ gute Spitalversorgung anzubieten. Unternehmen, Handwerker und Arbeiter aus der Region profitierten von den Bauarbeiten, indem sie dem Spital Güter liefern konnten oder Geld verdienten, weil sie beim Aufbau mithalfen. Mittel- oder langfristig sollte die Verantwortung für die medizinische, administrative und finanzielle Verwaltung ans Gesundheitsministerium übergehen und das Spital die Vorgaben eines nationalen oder regionalen Plans für die öffentliche Gesundheit erfüllen.
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Das Projekt in Kürze

Verantwortlicher Bereich
Regionale Zusammenarbeit


Thema
Gesundheit

Land / Region
Republik Liberia
Partner
Gesundheitsministerium Liberias, Design Group Monrovia (Architekturbüro), verschiedene liberianische Bauunternehmen, International Medical Corps (IMC, internationale NGO), Schweizerisches Tropeninstitut, Schweizer Armee.

Ausgangslage / Hintergrundinformationen
Wiederaufbau und Inbetriebnahme des Tellewoyan Spitals in Voinjama.
Projektziele
Beitrag an den Wiederaufbau des Landes, an die Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung und an die Armutsreduktion
Zielgruppe

Finanzieller Rahmen
3,8 Millionen CHF für den Wiederaufbau und die Einrichtung des Spitals
5 Millionen USD für die Inbetriebnahme des Spitals
Laufzeit
2006-2008: Wiederaufbau
2008-2013: Betrieb
Kontakt
Abteilung Westafrika, DEZA;
Kooperationsbüro DEZA Liberia
Humanitäre Hilfe und SKH Afrika;

Weiterführende Informationen und Dokumente

  • Libéria : reconstruction d’un pays détruit par la guerre
    Un projet de la DDC; de Pierre Heuer.
    Download (PDF, 34 KB) [fr]  
  • Liberia
     Nach 15 Jahren Bürgerkrieg herrscht in Liberia seit 2004 wieder Frieden. Rund 250'000 Menschen habe...