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Waldprojekt in Nepal
Wiederaufbau und gemeinschaftliche Nutzung von Wälder

Waldprojekt in Nepal

Das nepalesisch-schweizerische Waldprojekt verbessert nachhaltig die Lebensbedingungen von Waldnutzern und benachteiligten Familien in vier der ärmsten Distrikte Nepals. NSCPF trug in den letzen Jahrzehnten zu einer weltweit beachteten, spektakulären Erholung der Waldressourcen in Gemeinschaftswäldern bei: Für zukünftige Ansätze der Kohlenstoffspeicherung im Wald ist es deshalb richtungweisend.

Hintergrund
Die Verstaatlichung der natürlichen Ressourcen nach der Reform Nepals zu einem modernen Staat in den 1950er Jahren führte dazu, dass die lokalen Bewohner die Wälder durch eine ineffiziente, stark expandierende Land- und Viehwirtschaft zerstörten oder stark degradierten. Es kam zu starker Erosion, Austrocknung der Böden und sinkenden landwirtschaftlichen Erträgen.

Auf Anregung der Schweiz und anderer Geberländer wurde Ende der 80er Jahre die Waldpolitik dahingehend verändert, dass die Verantwortung für die Waldbewirtschaftung vielerorts an lokale Komitees von Waldnutzern übertragen wurde. Diese organisierten die land-, vieh und forstwirtschaftliche Raumnutzung neu und erhielten Unterstützung hinsichtlich einer demokratischen Funktionsweise. Die früher kaum noch vorhandenen Waldressourcen spielen heute wieder eine wichtige Rolle für die lokale Bevölkerung, insbesondere auch für Frauen und benachteiligte Kasten. Der Wald generiert nun wieder Einkommen aus Holz und anderen Waldprodukten, liefert Energie- und Bauholz, aus Bäumen und Büschen gescheiteltem Futter für das Vieh sowie Früchte, Pilze und Medizinalpflanzen.

Ansätze
Das Projekt stellt den Waldnutzungskomitees Ausbildungen und Ansprechpersonen im Bereich transparente Geschäftsführung, Entwicklung neuer Einkommensmöglichkeiten und Wertschöpfungsketten zur Verfügung und beobachtet ihr Funktionieren. Gleichzeitig unterstützt es den Dialog mit der Waldadministration und mit der Politik, um die Gesetzgebung und die waldrelevanten Erlasse zugunsten einer demokratisch organisierten und gesellschaftlich orientierten Waldwirtschaft zu verändern.

Erreichte Resultate

  • Der mittlere Holzvorrat und damit das Kohlenstoffspeicherungsvolumen in den Gemeinschaftswäldern hat stark zugenommen.
  • Neue Dekrete schaffen die Grundlage, damit die lokalen Gemeinschaften die Wälder selbst verwalten können.
  • Die Selbstorganisation und das demokratische Selbstverständnis der Bevölkerung, insbesondere auch bezüglich der Landnutzung, hat sich verbessert.
  • Das mittlere land- und forstwirtschaftliche Einkommen der Bevölkerung ist dank der Verteilung eines Teils der Waldeinkünfte massiv gestiegen.
  • Arme Familien werden durch die Gemeinschaft unterstützt.
  • Neue öffentliche Infrastruktur konnte aus den Mitteln der Gemeinschaftskassen erstellt werden.
blank Das Projekt in Kürze


Verantwortlicher Bereich
Regionale Zusammenarbeit

Thema
Arbeit und Einkommen; Landwirtschaft und ländliche Entwicklung; Klima und Umwelt

Land / Region
Nepal / Südasien
Partner
INTERCOOPERATION;
Ministerium für Wald und Bodenschutz Nepal, Waldabteilung.

Ausgangslage / Hintergrundinformationen
Es gilt, die Waldbewirtschaftung der restaurierten Gemeinschaftswälder demokratischer und für die Bevölkerung einträglicher zu gestalten.
Ziel des Projektes
Die Waldnutzer, insbesondere die benachteiligte in den vier Distrikten des Projektes verbessern nachhaltig ihre Lebensbedingungen.
Zielgruppe
Dorfgemeinschaften, insbesondere deren benachteiligten Haushalte in den vier Projektdistrikte
Finanzieller Rahmen
CHF 4.65 Mio

Laufzeit
1. Juli 2008 - 30. Juni 2011
Kontakt
Abteilung Südasien;
Kooperationsbüro DEZA Nepal

Weiterführende Informationen und Dokumente