Mais-Initiative im südlichen Afrika
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Die „New Seed Initiative for Maize in Southern Africa“ (NSIMA) erforscht einerseits Maissorten, die tolerant sind gegen die Trockenheit. Diese können auch bei geringer Bodenfruchtbarkeit höhere Ernten erzielen als herkömmliche Sorten und somit zur Ernährungssicherheit beitragen. Andererseits arbeitet das Projekt mit staatlichen und privaten Akteuren des Mais-Sektors zusammen, um die Produktion und den Handel von Saatgut (auch für Kleinproduzenten) zu fördern. Mais ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel im südlichen Afrika. Gesamthaft werden in dieser Region 9 bis 12 Millionen Hektaren mit Mais bepflanzt. Doch Dürreperioden und schlechte Böden führen
oft zu Ernteverlusten oder gar Ernteausfällen. Die NSIMA entwickelt seit 1996 Maissorten, welche gegen Dürre tolerant und gegen bestimmte Krankheiten resistent sind und auch auf nährstoffarme Böden
einen adäquaten Ertrag liefern. Die meisten Bäuerinnen und Bauern entscheiden sich für Sorten mit offener Bestäubung, sogenannte OPV (Open Pollinated Varieties), denn diese besitzen einen grossen Vorteil gegenüber ihren hybriden Konkurrenten: Das OPV-Saatgut kann gelagert und jedes Jahr neu gepflanzt werden, ohne dass die Erträge abnehmen. Das hybride Saatgut hingegen erzielt zwar im ersten Jahr einen höheren Ertrag. Dieser nimmt jedoch bereits im Folgejahr deutlich ab, wenn die Körner der Ersternte erneut genutzt werden. Um gute Erträge zu erhalten, müssen die Bäuerinnen und Bauern daher jedes Jahr neues Saatgut kaufen. Das Projekt arbeitet eng mit den verschiedenen Akteuren im Maissektor zusammen: staatliche Institutionen der SADC-Länder, NGOs und private Saatgutproduzenten. Die meisten Projektteams, die Saatgut verteilen, greifen mittlerweile auf die neu entwickelten Maissorten zurück. Zudem sind neue lokale Saatgut-Unternehmen entstanden, die zur lokalen Arbeits-
und Einkommensförderung beitragen. Die regionale Zusammenarbeit von nationalen Forschungsanstalten und privaten Saatgut-Produzenten führt zu einem verbesserten Austausch von Saat- und Pflanzgut im
südlichen Afrika und trägt dort wesentlich zu einer nachhaltigen Maiswirtschaft bei.
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Das Projekt in Kürze Bereich Regionale Zusammenarbeit Thema Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Land / Region Südliches Afrika Partner Nationale Forschungsanstalten der SADC-Länder, Saatgut-Firmen, Kleinbauern Implementierende Organisation: CIMMYT (Centro Internacional de Mejoramiento de Maíz y Trigo – Internationales Zentrum zur Optimierung von Mais und Weizen, Mexiko) Ausgangslage/ Hintergrundinformationen Mais ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel im südlichen Afrika. Dürren und schlechte Böden führen oft zu Ernteverlusten oder gar - ausfällen. Ziele des Projektes Ernährungssicherheit und Verbessung des Zugangs zu Saatgut, Einkommensförderung für Kleinbäuerinnen und -bauern Zielgruppe Kleinbäuerinnen und -bauern Finanzieller Rahmen CHF 2‘920‘000 Kontakt DEZA, Abteilung Ost- und Südliches Afrika |
Weiterführende Informationen und Dokumente
- Mais-Forschung für die Ärmsten preisgekrönt
- Südafrika und Südliches Afrika
Das Regionalprogramm Südliches Afrika der DEZA leistet einen Beitrag zur Armutsbekämpfung, zur ländl... - Ländliche Entwicklung / Ernährungssicherheit
