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Erdbebensicheres Bauen in Haiti
Die sanierte Lasalle-Schule hält dem Erdbeben stand

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Die Lasalle-Schule in Gressier, Haiti, am 17. Januar 2010

Das Erdbeben, das Haiti am 12. Januar 2010 heimsuchte, hinterliess eine Spur der Zerstörung: Rund 250 000 Menschen starben, und unzählige Bauten wurden dem Erdboden gleichgemacht. Allein in der 10 km vom Epizentrum gelegenen Gemeinde Gressier wurde die Hälfte der Gebäude zerstört. Die Lasalle-Schule hielt dem Erdbeben jedoch stand. Sie war weniger als ein Jahr zuvor mit Schweizer Unterstützung erdbeben- und sturmsicher gemacht worden.

Zweihundert Kinder besuchen die Lasalle-Schule, aber als am 12. Januar 2010 die Erde bebte, waren sie bereits nach Hause gegangen. UNO-Schätzungen zufolge wurden in der Gemeinde Gressier, in der die Schule liegt, zwischen 40 und 50 % der Gebäude zerstört. Dank einem von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit unterstützten Programm für erdbebensicheres Bauen wurde die Schule nur geringfügig beschädigt, obwohl sie nur 10 km vom Epizentrum entfernt liegt.

Ziegel und Holzdach

Von Juli bis Oktober 2009 wurde die Lasalle-Schule saniert, damit sie Erdbeben und Hurrikanen besser standhält. Die ursprüngliche Schule war ein schlecht gebautes Backsteingebäude mit einem Holzdach. Der Bau wurde mit lokalen Materialien erdbeben- und sturmsicher gemacht. Das neue leichte Dach trug wesentlich zur Erdbebensicherheit bei. Ein zusätzlicher positiver Faktor waren die günstigen geologischen Verhältnisse und die Lage. Die Schule wurde im September 2010 offiziell wiedereröffnet.

Nach dem Erdbeben mussten rund 5000 Schulen wieder aufgebaut werden. Die DEZA entwickelte ein noch effizienteres Modell für Schulen in erdbeben- und hurrikangefährdeten Städten und Agglomerationen. Das Modell wurde den lokalen architektonischen und strukturellen Normen angepasst, berücksichtigt die wirtschaftlichen Gegebenheiten und nutzt die vor Ort vorhandenen Ressourcen.

Permanente Schulbauten

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Struktur der Schule

Die Investitionen in erdbebensicheres Bauen haben sich gelohnt. Das erdbebensichere Modell der DEZA wurde von der haitianischen Regierung genehmigt. Deshalb war die DEZA nach dem Erdbeben die erste Organisation, die im Oktober 2010 die Bewilligung erhielt, permanente Schulbauten zu errichten.

Im März 2010 stellte der Bundesrat 36 Millionen Franken für den Wiederaufbau in Haiti bereit. Die humanitäre Hilfe der Schweiz legt den Schwerpunkt hauptsächlich auf den Wiederaufbau der sozialen Infrakstruktur (Schulen, Gesundheitseinrichtungen) und arbeitet eng mit den haitianischen Behörden und der internationalen Gemeinschaft zusammen. Die Schweiz unterstützt eine Reihe von weiteren Projekten ausserhalb der Hauptstadt Port au Prince. Die Verringerung des Risikos von Naturkatastrophen und insbesondere die Förderung von erdbebensicheren Bauten sind integraler Bestandteil der Arbeit der DEZA.

blank Das Projekt in Kürze
Bereich
Humanitäre Hilfe
Thema
Verringerung des Katastrophenrisiko
Land / Region
Haiti
Partner
Lokaler Schulausschuss

Ausgangslage / Hintergrundinformation
Nach dem Erdbeben vom 12. Januar 2010 mussten in Haiti rund 5000 Schulen wieder aufgebaut werden. Die DEZA hat ein Modell für erdbeben- und sturmsicheres Bauen entwickelt, bei dem lokale Materialien verwendet werden
Projektziel
Zugang zu sicheren Schulen
Zielgruppe
Kinder im Gebiet Lasalle
Kosten
85 000 USD
280 USD pro m2
25 000 USD pro Klassenzimmer
350 USD pro Kind

Dauer
4 Monate
Kontakt
Humanitäre Hilfe

Weiterführende Informationen und Dokumente