Projekte
Übersicht
Dezentralisierungsprozess in Mazedonien
Wenn die Bevölkerung aktiv wird
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Schweizerische Zusammenarbeit und demokratischer Kompromiss Lokale Gemeinschaftsforen Um in solche Programme aufgenommen zu werden, müssen sich die Gemeinden verpflichten, einen Teil der von den Bürgern ausgewählten Projekte zu finanzieren. Die DEZA übernimmt dann die restlichen Kosten. Je nach Grösse der Gemeinde kann sich diese für einen Beitrag von mindestens 12000 bis höchsten 50000 Franken entscheiden. (Das Jahresbudget einer kleinen Gemeinde liegt ungefähr zwischen 800000 und einer Million Franken.) Der Beitrag der DEZA hängt proportional vom Beitrag der Gemeinde ab, wobei man sich auf eine zuvor festgelegte Skala stützt. Gemäss dieser Vereinbarung finanziert die DEZA nie weniger als die Hälfte und nie mehr als drei Viertel der gesamten Projektkosten. Grundsätzlich kann festgehalten werden: Je höher der Beitrag der Gemeinde, desto höher die Unterstützung der DEZA. Entscheidet eine Gemeinde mit 40000 Einwohnern, 40000 Franken in einen Fonds zu investieren, so beteiligt sich die DEZA mit 80000 Franken am Vorhaben. Wenn diese gleiche Gemeinde 50000 Franken bereitstellt, ergänzt die DEZA den Betrag mit 150000 Franken. Es sollen jene Gemeinden gefördert werden, die bereit sind, sich grosszügig an Bürgerprojekten zu beteiligen. Projektmethode Eines der Ziele dieser Foren besteht darin, die Bürger bei der Umsetzung von eigenen Projekten zu unterstützen. Um dies zu erreichen, achten die von der DEZA eingesetzten Koordinatorinnen und Koordinatoren darauf, dass verschiedene Arbeitsgruppen einberufen werden, die diese Projekte zum Leben erwecken. Als Beispiel können Foren der Gemeindejugend, der Händler, der NGO, der Behinderten, der Feuerwehrleute, der Bauern oder der Kulturvertreter genannt werden. Bei der Zusammensetzung wird darauf geachtet, dass in allen Foren beide Geschlechter und alle ethnischen Gemeinschaften der Gemeinde vertreten sind. An den ersten Sitzungen können alle Anwesenden ihre Ideen einbringen. Projekte, die keine allgemeine Zustimmung finden, werden ausgeschlossen. Projekte, die mehrheitlich begrüsst werden, werden in Arbeitsgruppen weiter entwickelt. Diese erhalten Unterstützung von Expertinnen und Experten, eine solche kann von der Ausarbeitung über die Budgetberechnungen bis hin zur Präsentation vor dem Forum reichen. Das Projekt, das am meisten Stimmen erhält, wird umgesetzt. Wenn das Siegerprojekt nicht alle Mittel beansprucht, wird das Projekt, das den zweiten Platz erhielt, in Angriff genommen. Erwartete Resultate In drei Gemeinden, die von der DEZA unterstützt wurden, sind folgende Projekte realisiert worden:
Nebst der Projektumsetzung wird auch die Demokratie gestärkt. Dank diesen Projekten haben die Bürgerinnen und Bürger gelernt, dass sie angehört werden und dass sie die lokale Politik beeinflussen können, um ihre Projekte zu realisieren. Die lokalen Behörden haben ihrerseits gelernt, dass sich die Transparenz bezahlt macht und dass die Unterstützung der Bevölkerung ihre Legitimität kräftig und ihre Wiederwahl erleichtert. Diese Foren ermöglichen auch einen Dialog unter den verschiedenen ethnischen Gemeinschaften und eine Teilnahme aller an diesem demokratischen Prozess. Der gesamte Dezentralisierungsprozess in Mazedonien führt zu einer Annäherung der verschiedenen ethnischen Gemeinschaften und beugt so einer Spaltung des Landes vor. |
Das Projekt in Kürze Verantwortliche Bereiche Regionale Zusammenarbeit Humanitäre Hilfe Thema Rechtsstaat, Demokratie Land / Region Republik Mazedonien Partner Ministerium für lokale Gouvernanz, Generalsekretariat für europäische Angelegenheiten (SGAE), OECD, Gemeindevereinigung, CIRA und FOSIM (lokale ONG) Ausgangslage / Hintergrundinformationen Lokale Gemeindeforen Projektziel Beitrag an die Stabilisierung Mazedoniens und der Balkanregion durch einen Einbezug der Minderheiten und Mitsprache (Ausübung der direkten Demokratie) in rund dreissig Gemeinden Finanzieller Rahmen 5,8 Millionen CHF für die gesamte Periode Dauer 2006–2010 Kontakt Kooperationsbüro der DEZA in Mazedonien |
Weiterführende Informationen und Dokumente
- Macédoine : démocratie et intégration des minorités
Un projet de la DDC; de Pierre Heuer.
Download (PDF, 33 KB) : [fr] -
Kooperationsbüro in Mazedonien
http://www.swiss-cooperation.admin.ch/macedonia/ - Mazedonien
Die Schweiz unterstützt Mazedonien seit 1992 im Rahmen von Projekten der bilateralen Zusammenarbeit ...
