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DEZA konkret – ein Einblick in laufende Projekte

Folgende Anschauungsbeispiele stellen exemplarisch die Arbeit der DEZA auf Projektebene vor. Es handelt sich um eine aktuelle Auswahl aus allen Tätigkeitsbereichen der DEZA und den verschiedenen Gebieten der Welt, in denen die Entwicklungsagentur und die Humanitäre Hilfe des Bundes tätig ist. Mehr Projekte sind auf den Websites der Kooperationsbüros beschrieben.

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Unterstützung der ersten freien Wahlen nach dem Sturz von Ben Ali

Unterstützung der ersten freien Wahlen nach dem Sturz von Ben Ali

Land / Region: Tunesien
Thema: Rechtsstaatlichkeit und Demokratie
Zuständiger Bereich: Humanitäre Hilfe

Nach dem Ende der 23-jährigen Diktatur des Ben Ali-Regimes fanden in Tunesien am 23. Oktober 2011 die ersten freien Wahlen statt. Die Schweiz hat die Vorbereitung und Durchführung der Wahlen für eine verfassungsgebende Versammlung auf Anfrage von Tunesien intensiv begleitet.

 

Dezentralisierungsprozesse unterstützen

Dezentralisierungsprozesse unterstützen

Land / Region: Mongolei
Thema: Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, Gouvernanz
Zuständiger Bereich: Regionale Zusammenarbeit

«Wir wollen, dass unsere Leute mitbestimmen können. Es sollen nicht andere für sie entscheiden.» Der mongolische Präsident unterstreicht mit seiner Äusserung die Bereitschaft der Regierung, den Bürgern mehr Entscheidungskompetenzen einzuräumen bei Angelegenheiten, die ihre Gemeinden betreffen. Die mongolische Regierung ersuchte die Schweiz wegen ihrem Fachwissen im Bereich Dezentralisierung und Demokratisierung um Unterstützung.

 

Hilfe für 3‘600 aus Libyen geflüchtete Migrantinnen und Migranten

Hilfe für 3‘600 aus Libyen geflüchtete Migrantinnen und Migranten

Land / Region: Libyen
Thema: Konfliktprävention und -transformation, Migration, Nothilfe und Wiederaufbau
Zuständiger Bereich: Humanitäre Hilfe

Mangelnde Stabilität und anhaltende Gewalt führten im Frühling 2011 zur dramatischen Flucht von rund 14'000 Drittstaatsengehörigen aus Libyen. Viele von ihnen steckten im Grenzraum zu Tunesien, Ägypten, Algerien, Tschad und Niger fest. Die Schweiz unterstützte die Internationale Organisation für Migration finanziell und mit einem humanitären Experten, um die gestrandeten Personen möglichst rasch in ihre Heimatländer zurück zu bringen.

 

Sozio-ökonomische Integration von Roma in der Vojvodina

Sozio-ökonomische Integration von Roma in der Vojvodina

Land / Region: Serbien
Thema: Migration
Zuständiger Bereich: Ostzusammenarbeit

Die Situation der Roma hat sich durch die Kriege und die Transition im Balkan stark verschlechtert. Neben der ökonomischen, politischen und sozialen Ausgrenzung wurden ihre Lebensumstände durch beträchtliche Migrationsströme nach Serbien und andere umliegende Länder im Zuge des Kosovokonflikts zusätzlich negativ beeinflusst.

 

Sichere und gesunde Lebensbedingungen für palästinensische Flüchtlinge

Sichere und gesunde Lebensbedingungen für palästinensische Flüchtlinge

Land / Region: Libanon
Thema: Migration, Nothilfe und Wiederaufbau
Zuständiger Bereich: Humanitäre Hilfe

Dank dem Projekt «Cash for Self-Help Shelter Rehabilitation» haben sich die Lebensbedingungen für einige der verletzlichsten palästinensischen Flüchtlinge im Flüchtlingslager Ein el-Hilweh (Libanon) verbessert: 38 Familien leben jetzt in sauberen, sicheren und gesunden Unterkünften. Während der Pilotphase konnten nützliche Informationen über die Bedürfnisse der Flüchtlinge und die kostengünstigste Art der Unterstützung gesammelt werden. Das Projekt wird jetzt auf 736 Familien ausgedehnt.

 

Pflanzenkliniken und -doktoren für weniger Ernteverluste

Pflanzenkliniken und -doktoren für weniger Ernteverluste

Land / Region: Weltweit
Thema: Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
Zuständiger Bereich: Globale Zusammenarbeit

Plantwise, eine vom Center for Applied BioSciences International (CABI) geleitete Initiative, will die Ernteverluste reduzieren, um die Ernährungssicherheit und die Lebensbedingungen armer ländlicher Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Mit dem von der DEZA unterstützten Programm sollen bis 2016 in 40 Ländern 1000 «Pflanzenkliniken» geschaffen werden.

 

Hilfe für Minoritäten

Hilfe für Minoritäten

Land / Region: Kosovo
Thema: Bildung, Wirtschaft und Beschäftigung
Zuständiger Bereich: Ostzusammenarbeit

Die Regierung Kosovos hat sich dazu verpflichtet, die Partizipation und die Integration von Minoritäten zu fördern. Die Umsetzung dieser Verpflichtung kommt aber nur langsam voran und bedeutet insbesondere bei den stark marginalisierten Gemeinschaften der Roma, Ashkalis und Egyptians (RAE) eine grosse Herausforderung.

 

Mehr Reis mit weniger Wasser – Erfolg für das «Irrigated Rice Research Consortium»

Mehr Reis mit weniger Wasser – Erfolg für das «Irrigated Rice Research Consortium»

Land / Region: Bangladesch
Thema: Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
Zuständiger Bereich: Globale Zusammenarbeit

Das Internationale Reisforschungszentrum (International Rice Research Institute, IRRI) hat eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, beim Reisanbau ohne Ernteeinbussen bis zu 30% Wasser zu sparen. Diese sogenannte AWD-Technologie (Alternate Wetting and Drying), bei der nur zeitweise bewässert wird, ist das Ergebnis einer internationalen Zusammenarbeit mit Partnern aus China, den Philippinen und Bangladesch im Rahmen des Irrigated Rice Research Consortium (IRRC). Das seit 1997 von der DEZA finanzierte IRRC fördert länderübergreifendes Lernen und die Verbreitung neuer Reisanbaumethoden in Asien.

 

Unterstützung für die Betreuung illegaler Migranten und Migrantinnen

Unterstützung für die Betreuung illegaler Migranten und Migrantinnen

Land / Region: Marokko
Thema: Gesundheit, Bildung, Migration
Zuständiger Bereich: Humanitäre Hilfe

Aufgrund der strengen Grenzkontrollen Europas bedeutet Marokko für viele Migrantinnen und Migranten die Endstation ihrer Reise. Das Zentrum der Caritas bietet psychologische Betreuung, sichert eine menschenwürdige Grundversorgung und plädiert für die gesellschaftliche und institutionelle Integration der Migranten.

 

Radio Gafsa: Vom «Staatssender»zum «service publique»

Radio Gafsa: Vom «Staatssender»zum «service publique»

Land / Region: Tunesien
Thema: Bildung, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, Konfliktprävention und -transformation
Zuständiger Bereich: Regionale Zusammenarbeit

Den bisher stark staatlich kontrollierten Medien in Tunesien fehlen Expertise und Erfahrung, um ihre wichtige Rolle in der Transition Richtung Demokratie wahrzunehmen. Die DEZA unterstützt ein Projekt von Fondation Hirondelle, welches den Umbau des staatlichen Regionalsenders «Radio Gafsa» in einen professionellen öffentlichen Informationskanal unterstützt.

 

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