
- Swiss-Medium Term Programme for Sri Lanka 2010-2012
Swiss Agency for Development and Cooperation, and Political Division lV, Human Security
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Sri Lanka
Website der DEZA in Sri Lanka: www.swiss-cooperation.admin.ch/srilanka
Seit dem Ende des bewaffneten Konflikts im Norden Sri Lankas sind ein Grossteil der über 250'000 Intern Vertriebenen in ihre Ursprungsgebiete im Norden und Osten des Landes zurückgekehrt. Neben
der weiterhin notwendigen humanitären Hilfe wendet sich die DEZA nun vermehrt dem Wiederaufbau und der Einkommensförderung zu. Die DEZA unterstützt finanziell und personell Programme der UNO,
namentlich des UNHCR, WFP und der UNICEF, sie unterstützt aber ebenso das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) sowie internationale und lokale Hilfsorganisationen. Zudem engagiert sie sich
mit mittel- und langfristigen Programmen für die Einkommensförderung, den Wiederaufbau und die Friedensförderung. |
| Das bilaterale Engagement des Bundes | 2009 |
2010 |
2011* |
|---|---|---|---|
| DEZA | |||
| Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit | 0.80 | 1.10 | 0.45 |
| Humanitäre Hilfe | 7.33 | 7.77 | 7.05 |
| Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) | |||
| Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | – | – | – |
| Total Engagement DEZA/SECO | 8.13 | 8.87 | 7.50 |
| Andere Bundesämter | |||
| Eidg. Dep. für auswärtige Angelengenheiten EDA (Politische Abteilung IV und andere) | 0.70 | 0.85 | 0.66 |
| Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) | 0.03 | 0.05 | 0.05 |
| Total andere Bundesämter | 0.73 | 0.90 | 0.71 |
| Total | 8.86 | 9.77 | 8.21 |
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit ohne Programmbeiträge an NGOs
– = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF
Entwicklungszusammenarbeit: Schwerpunkte
Im Zentrum der Entwicklungszusammenarbeit stehen Projekte, die der Konfliktlösung dienen, dies im Bereich der Medien aber ebenso in der Einkommensförderung. Als neuen Schwerpunkt hat die DEZA
kürzlich ein Programm im Bereich Migration gestartet.
Konkret konzentriert sie ihr Engagement derzeit auf folgende Projekte:
- Medien und pluralistische Meinungsbildung: Seit Beginn des Jahres 2003 unterstützt die DEZA ein Fernsehprogramm mit dem Ziel, die Zuschauer umfassender zu informieren und mit einer ausgewogenen Information zur Konfliktlösung beizutragen. (das Projekt wird im Sommer 2010 beendet).
- Einkommensförderung: Im Auftrag der DEZA verwirklichen Helvetas und Swisscontact seit dem Jahr 2000 im vom Krieg arg betroffenen Osten des Landes das Projekt zur Einkommens-förderung ("Development and Peace Sri Lanka"/DPSL). In der aktuellen und letzten Phase (2008 bis Dezember 2010) werden Jugendliche ausgebildet und die Einkommen der Kleinbauern mit ökologischen Landbau verbessert. Zudem lernen Dorfkomitees, wie sie Konflikte besser und gewaltfrei lösen können.
- Die Nichtregierungsorganisation Care startet im Norden des Landes für die DEZA ein Einkommensförderungsprojekt für Rückkehrer und ehemals Konfliktvertriebene. In der aktuellen Phase (2010-2012) sollen insbesondere die Arbeitslosigkeit von alleinstehenden Frauen mit Kindern und die fehlenden Erwerbsmöglichkeiten im Agrarsektor angegangen werden.
- Migration: Das Globalprogramm Migration baut seit Anfang 2010 zwei Programmkomponenten auf. Einerseits sollen dauerhafte Lösungen für rückkehrende Binnenvertriebene in den ehemaligen Konfliktgebieten des Nordens gefunden werden, andererseits will man die Rechte der in die Golfstaaten ausreisenden Arbeitsmigrantinnen und -migranten stärken und die durch die Migration entstehenden sozialen Kosten in Sri Lanka verringern.
- Gouvernanz und Menschenrechte: Unterstützung der Schweizer Botschaft bei der Beantwortung entsprechender Hilfsgesuche.
Partner der DEZA im Bereich Entwicklung:
- Verschiedene lokale NGOs, Young Asia Televison (Programm " No War Zone")
- Verschiedene schweizerische und internationale Hilfsorganisationen wie Helvetas, Swisscontact und CARE
Humanitäre Hilfe: Schwerpunkte
Der bewaffnete Konflikt hat seit der regierungsseitigen Aufkündigung des Friedensabkommens im Januar 2008 bis zum Kriegsende mit der militärischen Offensive im Norden Sri Lankas (Mai 2009)
zahlreiche zivile Opfer gefordert. Vor diesem Hintergrund bleiben die Notversorgung und die Rückkehrhilfe für die Vertriebenen aus dem ehemaligen Konfliktgebiet, der so genannten Vanni Region,
Schwerpunkte der humanitären Hilfe. Die DEZA misst dem Schutzbedürfnis der vertriebenen Zivilbevölkerung höchste Bedeutung bei. Sie leistet einen wichtigen Beitrag in den Bereichen medizinische
Hilfe, Nahrungsmittel, sauberes Wasser und sanitarische Einrichtungen, indem sie ihre bewährten multilateralen Partner unterstützt, vorab das IKRK, das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR)
und das Welternährungsprogramm (WFP).
Auf der nördlich gelegenen Halbinsel Jaffna hilft die DEZA - zusammen mit lokalen Partnern - einkommensschwachen Frauen mit Kindern bei der Erwirtschaftung des Lebensunterhalts. Ebenfalls in Jaffna
baut sie zwei zum Teil durch den Konflikt zerstörte Schulen wieder auf. Das Projektgebiet befindet sich in einer für die Zivilbevölkerung seit Anfang 2010 neu-geöffneten militärischen
Hochsicherheitszone. Der Schulbau erleichtert Familien mit Schulkindern die Rückkehr und Wiedereingliederung in ihrem ehemaligem Heimatort.
Ein neuer Schwerpunkt ist der in Eigenregie durchgeführte Wiederaufbau eines Dorfs mit über 300 Familien in Chavakachcheri, das durch Bombenangriffe komplett zerstört worden war. Neben der
Unterstützung der Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser im so genannten "Owner-driven“-Ansatz (Selbstbau) bildet der Aufbau der Dorfinfrastruktur (Primarschule und Kindergarten, Gesundheitsposten,
und Wasserversorgung) einen integralen Bestandteil. Die Dorfgemeinde wird zudem in Fragen der Gemeindeorganisation (wie Landwirtschaftskooperativen, Anschluss ans nationale Strassennetz oder Aufbau
von Gemeindeforen) unterstützt und beraten.
Einsatzbereiche der humanitären Hilfe des Bundes:
- Unterstützung multilateraler und internationaler Organisationen im Bereich humanitäre Hilfe, insbesondere Nahrungsmittelhilfe, medizinische Versorgung, Schutz der vertriebenen Bevölkerung und Entminung
- Unterstützung von Familien beim Wiederaufbau ihrer Häuser in Dörfern, die vom Konflikt zerstört wurden
- Neubau und Unterstützung des Wiederaufbaus von konflikt- und tsunamigeschädigten Schulanlagen
- Einkommensförderung für unterprivilegierte Bevölkerungsgruppen
Partner der DEZA HH-Programme- und Projekte sind:
- Zusammenarbeit mit multilateralen Partnern wie IKRK, UNHCR, WFP, UNICEF.
- Zusammenarbeit mit NGO (Schweizer, International, National)
- Regierung von Sri Lanka (Gesundheitsministerium – Beschaffung von lebenswichtigen Medikamenten)
- weitere Stellen des EDA wie die Politische Direktion (PA IV) und weitere Bereiche der DEZA (Regionale und Globale Kooperation)
Das "Swiss Cooperation Office" ist zuständig für das Monitoring und die Betreuung aller humanitären Aktionen der Schweiz in Sri Lanka.
Hintergrundinformationen Sri Lanka
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Quelle: World Development Indicators 2010 der Weltbank |
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Kontaktadresse der DEZA vor Ort:
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Sri Lanka (Colombo) |
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Swiss Cooperation Office Sri Lanka |
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| Telefon | +941 126 88347 |
| Fax | +941 126 88348 |
| colombo@sdc.net | |
| Website | www.swiss-cooperation.admin.ch/srilanka |
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land. |
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