Es war die schwerste Naturkatastrophe in der Geschichte Pakistans, die das Land im Sommer 2010 buchstäblich überschwemmte. Nach der Soforthilfe und den Hilfsaktionen für die Überwinterung realisiert die DEZA verschiedene Wiederaufbauprojekte in den Bereichen Schulhausbau und Wasser.
Pakistan
Website der DEZA in Pakistan: www.swiss-cooperation.admin.ch/pakistan/
Die Schweiz ist seit 1966 im Rahmen ihrer Entwicklungszusammenarbeit in Pakistan aktiv. In den letzten 40 Jahren lag der Schwerpunkt ihres Engagements in der Armutsbekämpfung und Unterstützung besonders benachteiligter Bevölkerungsgruppen. So wurden die Bewohner der Nordwestgrenzprovinz nach dem Erdbeben von 2005 und erst jüngst die von den lokalen Konflikten betroffenen intern Vertriebenen mit humanitärer Hilfe versorgt.
Am 14. März 2008 beschloss der Bundesrat nach einem Entscheid des Parlaments, die Anzahl der Schwerpunktländer der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit zu reduzieren. Von diesem Entscheid ist auch
Pakistan betroffen, das ab 2011 nicht mehr als Schwerpunktland gilt. Nicht betroffen ist jedoch die humanitäre Hilfe des Bundes. Das laufende Entwicklungsprogramm wird schrittweise an die lokalen
Partner übergeben oder beendet. Einige Elemente werden in das neue Regionalprogramm Hindukusch (Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan) aufgenommen. Im Juni wurde dafür ein Jahresbudget von
rund 5 Millionen Franken genehmigt. Die Hauptziele dieses Programms sind die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung sowie die Förderung der lokalen Konfliktbewältigung und der lokalen
Gouvernanz.
| Internationale Zusammenarbeit der Schweiz | 2011 |
2012 |
2013* |
|---|---|---|---|
| DEZA | |||
| Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit | 9.23 | 7.58 | – |
| Humanitäre Hilfe | 7.34 | 5.17 | 9.46 |
| Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) | |||
| Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | – | – | – |
| Total DEZA/SECO | 16.57 | 12.75 | 9.46 |
| Andere Bundesämter | |||
| Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA | – | – | 0.08 |
| Total andere Bundesämter | – | – | 0.08 |
| Kantone und Gemeinden | 0.10 | .. | .. |
| Total | 16.67 | 12.75 | 9.54 |
DEZA-Angaben ohne Programmbeiträge an NGOs
.. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF
Entwicklungszusammenarbeit: Schwerpunkte
Die Schweiz engagiert sich in Pakistan langfristig im Bereich Armutsreduktion, Bekämpfung von Diskriminierung und Förderung benachteiligter Bevölkerungsgruppen.
Die DEZA-Programme stützen sich auf zwei Säulen:
- Förderung der guten Regierungsführung durch eine Unterstützung des Dezentralisierungsprozesses und der lokalen Kompetenzen, Förderung der Rechte von Frauen und Kindern (z.B. Stärkung der demokratischen Regierungsführung in Pakistan; Stärkung der Rechte und Stellung der Frauen; Bekämpfung von Kinderarbeit).
- Einkommensverbesserung der Armen durch ein angemessenes Ressourcenmanagement (z. B. Livelihood-Programme, integriertes Management natürlicher Ressourcen).
Humanitäre Hilfe: Schwerpunkte
Die Aktivitäten der Humanitären Hilfe umfassen ein Wiederaufbauprogramm zugunsten der von den Überschwemmungen 2010 betroffenen Bevölkerung sowie Massnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen und intern Vertriebenen.
Die Programme:
- Wiederaufbau von Schulen im Swat-Valley, die durch die Überschwemmungen oder durch Militante zerstört wurden. Damit soll der Zugang zu Bildung, namentlich von Mädchen verbessert werden.
- Langfristige Versorgung mit sauberem Trinkwasser durch den Wiederaufbau von zerstörten Trinkwassersystemen und Projekten zur Bewusstseinsbildung für die Reinigung, Desinfektion und Instandhaltung von Brunnen und Grundwasserpumpen.
- Verbesserung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen und Intern Vertriebenen mittels finanziellen Zuwendungen an das World Food Programme (WFP), an UNHCR- und IKRK-Projekte sowie dem Einsatz von Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe bei Hilfsaktionen der UNO oder anderer internationaler Organisationen.
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Die DEZA arbeitet hauptsächlich mit folgenden Partnern zusammen:
- lokale, nationale und internationale Nichtregierungsorganisationen: Helvetas-Swiss Intercooperation, Schweizerisches Rotes Kreuz - SRK, The Asia Foundation, South Asia Partnership (SAP-PK), Shirkat Gah, Transparency International-Pakistan,
- der Regierung von Pakistan und der Regierung der nordwestlichen Grenzprovinz,
- multilateralen Organisationen wie dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), der UN-OCHA dem UN-Habitat, dem WFP, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Weltbank und dem IKRK.
- bilateralen Gebern (Norwegen, Kanada, Niederlande, Grossbritannien).
Hintergrundinformationen Pakistan
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Quelle: World Development Indicators 2013 der Weltbank |
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Kontaktadresse der DEZA vor Ort:
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Pakistan (Islamabad) |
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Swiss Cooperation Office Pakistan |
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| Telefon | +925 122 79280 |
| Fax | +925 128 24872 |
| islamabad@sdc.net | |
| Website | www.swiss-cooperation.admin.ch/pakistan/ |
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land. |
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