
Die Länder am Horn von Afrika befinden sich in einer schweren Nahrungsmittelkrise. Die Schweiz hat ihre Unterstützung verstärkt.
Somalia-Konferenz in London
(23.02.2012)
Der Delegierte für
die Humanitäre Hilfe informiert sich über die aktuelle Krise (24.01.2012)
Zusätzliche
Hilfe der Schweiz für die Notleidenden am Horn von Afrika (17.08.2011)
18.07.2011: Die Schweiz verstärkt ihre Hilfe am Horn von Afrika (18.07.2011)
Nothilfeeinsatz in Dolo Ado an der Grenze zu Somalia (Artikel)
Horn von Afrika (Somalia, Äthiopien, Kenia)
Website der DEZA in Horn von Afrika (Somalia, Äthiopien, Kenia): www.swiss-cooperation.admin.ch/hornofafrica/
Das Horn von Afrika ist mit wiederkehrenden Naturkatastrophen, vor allem mit Dürren und Überschwemmungen, konfrontiert. Auch die langanhaltenden Konflikte im südlichen Somalia und der Somali Region Äthiopiens tragen zur Destabilisierung der Lebensgrundlagen der Bevölkerung bei. Aufgrund dieser fragilen Lage brauchen jährlich mehre Millionen Menschen am Horn von Afrika humanitäre Hilfe. Die DEZA leistet seit den neunziger Jahren Hilfe in dieser Region. Mit dem Wiederaufflammen des Konflikts in Somalia im Jahre 2007 hat die Humanitäre Hilfe des Bundes ihr Engagement in Somalia und den umliegenden Ländern verstärkt. Im Jahr 2009 erreichte sie infolge der Ernährungskrise ihren vorläufigen Höchstwert von rund CHF 17 Mio. Im Frühling 2011 zeichnete sich erneut eine humanitäre Katastrophe ab. Die Humanitäre Hilfe des Bundes verstärkte daraufhin ihre Präsenz vor Ort mit Experten und erhöhte das Budget für die Region. Am 17. August 2011 sprach der Bundesrat zusätzliche 20 Mio. CHF für das Horn von Afrika und verdoppelte so die Hilfe auf insgesamt 38.5 Mio. CHF für das Jahr 2011. |
| Das bilaterale Engagement des Bundes | 2010 |
2011 |
2012* |
|---|---|---|---|
| DEZA | |||
| Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit | 0.26 | 0.23 | 2.00 |
| Humanitäre Hilfe | 16.30 | 36.36 | 25.78 |
| Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) | |||
| Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | – | – | – |
| Total Engagement DEZA/SECO | 16.56 | 36.59 | 27.78 |
| Andere Bundesämter | |||
| Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA | 1.11 | 0.59 | 0.74 |
| Eidg. Dep. für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) | 0.07 | 0.33 | 0.20 |
| Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) | 0.10 | 0.09 | 0.09 |
| Total andere Bundesämter | 1.28 | 1.01 | 1.03 |
| Total | 17.84 | 37.60 | 28.81 |
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit ohne Programmbeiträge an NGOs
– = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF
Schwerpunkte der Humanitären Hilfe
Somalia: In Somalia herrscht seit 20 Jahren ein Bürgerkrieg. Das Land hat seither keine funktionierende zentrale Regierung. Dürren und Überschwemmungen tragen zum Leid der Bevölkerung bei.
Etwa 1.5 Mio. Menschen sind intern vertrieben, mehr als 600‘000 sind über die Grenzen ins benachbarte Kenia, Äthiopien oder Jemen geflohen. In den Kriegsgebieten sind oftmals Zivilpersonen und Kinder
Opfer dieses langanhaltenden Konflikts. Im südlichen Somalia hat die UNO in vier Distrikten die Hungersnot ausgerufen.Mehr als 2 Mio. Menschen sind in in Süd- und Zentralsomalia sowie Äthiopien auf
der Flucht. Nach Angaben von UNICEF kämpfen im August 2011 500‘000 Kinder in Somalia gegen den Hungertod. Die Nahrungsmittelhilfe ist momentan in Süd-Somalia von grösster Dringlichkeit. Trotzdem
reicht Nahrung alleine nicht. Die Kinder und ihre Familien benötigen auch Zugang zu Trinkwasser und Gesundheitsdiensten, sowie Betreuung und Schutz.
Äthiopien: In Äthiopien sind 10-15% der Bevölkerung chronisch auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Ausgefallene Regenzeiten mit den schweren Folgen verlorener Ernten und Verlust an
Viehbeständen, treiben diese Zahlen immer wieder in die Höhe. Die bewaffneten Auseinandersetzungen im südlichen Äthiopien und die harschen klimatischen Bedingungen machen die Menschen dieses Gebiets
besonders verletzlich.
Kenia: Auch Kenia leidet unter der Dürre, hauptsächlich im Norden und Nordosten des Landes, wo zeitweise über 3 Mio. Menschen mit humanitärer Hilfe versorgt werden müssen. Kenia ist zudem mit
grossen Flüchtlingsströmen aus dem benachbarten Somalia konfrontiert. Das grösste Flüchtlingslager weltweit, Dadaab, ist seit anfangs 2011 von 400‘000 auf bald 500‘000 Flüchtlinge angewachsen.
- Ernährungssicherheit/Wiederherstellung der Lebensgrundlagen: Lebensgrundlagen der Menschen schaffen, erhalten, bzw. rehabilitieren. Beispielsweise: Wiederaufbau von Wasserstellen und
Landwirtschaft; Verbesserung der Tierversorgung; Schutz vor Tierseuchen; Nicht-formelle Bildung für nomadische Bevölkerung; Förderung dürreresistenter Produkte.
- Multisektorielle Nothilfe und humanitäre Koordination: Nahrungsmittelhilfe, Wasserversorgung, medizinische Nothilfe für Konfliktopfer und Opfer der Dürren; Unterstützung der humanitären
Koordinationsmechanismen.
- Schutz von Flüchtlingen, intern Vertriebenen, Migranten und Migrantinnen: Versorgung der Menschen auf der Flucht mit den lebensnotwendigen Gütern, Unterkunft, medizinische Hilfe sowie Anwaltschaft für die Rechte dieser Menschen.
Zur Umsetzung dieser Projekte arbeitet die Humanitäre Hilfe unter anderem mit den folgenden Partnerorganisationen zusammen: Organisationen der Vereinten Nationen UNO; Internationales Komitee vom
Roten Kreuz, schweizerische Nichtregierungsorganisationen NGOs(Caritas, MSF-CH, Terre des Hommes Lausanne, Medair, Vétérinaires sans Frontières Schweiz), internationale NGOs.
Ausserdem stellt die Schweiz den UNO-Organisationen regelmässig und nach Bedarf Experten des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe zur Verfügung.
Hintergrundinformationen zum Horn von Afrika
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Kenia
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Äthiopien
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Somalia
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| Quelle: CIA World Factbook 2011 .. = keine Angaben |
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Landeshintergrundinformationen der BBC: Kenia
Landeshintergrundinformationen der BBC: Äthiopien
Landeshintergrundinformationen der BBC: Somalia
Kontaktadresse der DEZA vor Ort:
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Horn von Afrika (Somalia, Äthiopien, Kenia) (Nairobi) |
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Swiss Agency for Development and Cooperation (SDC) |
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| Telefon | +254 202 134 323 +254 706 210 297 |
| nai.sdc@eda.admin.ch | |
| Website | www.swiss-cooperation.admin.ch/hornofafrica/ |
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land. |
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