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Rettungssanität in Libanon


Am 11. Dezember 2010 erhielten 19 freiwillige Rettungssanitäter und sanitäterinnen des Libanesischen Roten Kreuzesihr Instruktoren-Diplom im Bereich medizinische Notfalldienste. Mit der Diplomübergabe wurde ein zweijähriger Ausbildungszyklus abgeschlossen.

Dossier

Irak, Jordanien, Syrien, Libanon

Website der DEZA in Irak, Jordanien, Syrien, Libanon: www.swiss-cooperation.admin.ch/jordan/

Map Lenanon Syria JordanDie DEZA führt seit mehreren Jahren Programme in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe im Irak, in Syrien, im Libanon und in Jordanien durch.

Es sollen verlässliche und friedliche Lebensbedingungen für verschiedene Gruppen geschaffen werden:

  • Flüchtlinge
  • intern Vertriebene
  • verletzliche Bevölkerungs- und Migrationsgruppen
  • Gemeinschaften, die einem besonderen Risiko durch Naturgefahren ausgesetzt sind.
Besondere Aufmerksamkeit erfordert die äusserst angespannte Lage in Syrien: Auf die im Zuge des „Arabischen Frühlings“ entstandene Protestbewegung hat die Regierung seit März 2011 mit zunehmender Härte und Gewalt reagiert. Sollten die schweren Menschenrechtsverletzungen eine humanitäre Krise verursachen, werden die schwächsten Bevölkerungsteile – Flüchtlinge aus Palästina und Irak ebenso wie Syrerinnen und Syrer – als erste Unterstützung brauchen. Fluchtbewegungen aus Syrien in die Nachbarländer könnten zunehmen. Die DEZA steht in engem Kontakt mit den Schweizer Vertretungen in der Region wie auch mit den wichtigen internationalen Partnerinstitutionen.

Der Mittlere Osten ist seit über einem Jahrhundert gekennzeichnet von Konflikten und Besetzungen. Die Auseinandersetzung zwischen Israel und Palästina ist wohl am stärksten im Bewusstsein. Aber auch der Krieg und die in politischer wie humanitärer Hinsicht zerbrechliche Lage im Libanon und im Irak haben ernsthafte Konsequenzen für die Region.
Mehrfache Umsiedlungen der Bevölkerung haben gezeigt, wie wichtig der Schutz der intern vertriebenen Personen und der Flüchtlinge ist. Die Lasten, die mit der Unterbringung dieser Personen entstehen, müssen von mehreren Ländern getragen werden.

Auch wenn im Allgemeinen eine Reduktion der Armut festzustellen ist, gibt es viele verletzliche Bevölkerungsgruppen in diesen Ländern. Die sozio-ökonomischen Folgen der Konflikte verschlimmern die Lage von Familien, vor allem von Frauen und Kindern. Dies gerade dort, wo es bereits eine gesetzliche und strukturelle Diskriminierung gibt. Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter aus Asien und Afrika leiden unter den prekären Lebensbedingungen und Benachteiligungen. In den Flüchtlingsgemeinschaften ist z.B. die Zahl der Arbeitslosen besonders hoch. Junge Menschen ohne Bildung und Ausbildung ¬- und damit ohne die Möglichkeit am wirtschaftlichen und öffentlichen Leben teilzunehmen - stellen nicht nur für das wirtschaftliche Wachstum eines Landes eine Bedrohung dar, sondern auch für den demokratischen Wandel der Gesellschaft. Soziale und politische Spannungen bilden oft den Nährboden für religiös motivierten politischen Extremismus.

Der Irak, Syrien, der Libanon und Jordanien sind ausserdem in hohem Mass Naturgefahren ausgesetzt, wie Überflutungen, Erdbeben oder Dürren. Dies bringt zusätzliche Gefährdungen der Region und der Bevölkerung mit sich. Die Wasserknappheit auf regionaler Ebene in den Griff zu bekommen bleibt eine grosse Herausforderung.

Das bilaterale Engagement des Bundes 2010
Mio. CHF
2011
Mio. CHF
2012*
Mio. CHF
DEZAa
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit 1.86 2.64 0.99
Humanitäre Hilfe 15.09 15.13 19.55
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 0.30 6.63
Total Engagement DEZA/SECO 17.25 17.77 27.17
Andere Bundesämter
Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA 0.60 0.45 0.08
Eidg. Dep. für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) 0.10 0.04
Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) 0.05 0.06 0.06
Total andere Bundesämter 0.75 0.55 0.14
Total 18.00 18.32 27.31
* geplant; Gesamtbetrag aufgrund der zur Verfügung stehenden Daten
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit ohne Programmbeiträge an NGOs
– = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000 CHF
a Exklusive multilaterale Beiträge an das UNO-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) von 5.3 Mio. Fr. im Jahr 2010 und von 6.1 Mio. Fr. im Jahr 2011.

Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit: Schwerpunkte

Die DEZA setzt ihre Strategie in folgenden drei Domänen um:

Die Aktivitäten der DEZA Programmbüros in Beirut und Damaskus werden durch das Kooperationsbüro in Amman koordiniert. Ebenso wird das Programm im Irak, wo die DEZA keine Vertretung hat, von Amman aus gesteuert.


Hintergrundinformationen Irak, Syrien, Jordanien, Libanon

Zahlen und Fakten
Irak
Jordanien
Syrien
Libanon
Fläche
Bevölkerung
Bevölkerungswachstumsquote pro Jahr (seit 1990)
Lebenserwartung bei Geburt: Frauen / Männer
Analphabetismusquote Erwachsene: Frauen / Männer
Bruttoinlandprodukt BIP pro Kopf
Bevölkerungsanteil mit weniger als 2 S US$
438’317
27.5
 
2.6
       
71 / 68

36 / 16
2900
..
88'780
5.9
 
2.4
   
75 / 71

..
4'216.5
4
185'000
20.6

 
2.7

      
76 / 72


23 / 10

2682

..
10'400
4.2
 
0.7
  
74 / 70

..
8'175
..
km2
Mio.
  
%

   
Jahre

 
%
US$
%
Quelle: World Development Indicators 2011 der Weltbank
.. = keine Angaben

Landeshintergrundinformationen der BBC (Irak)
Landeshintergrundinformationen der BBC (Syrien)
Landeshintergrundinformationen der BBC (Jordanien)
Landeshintergrundinformationen der BBC (Libanon)


Kontaktadresse der DEZA vor Ort:

Irak, Jordanien, Syrien, Libanon (Amman)

Swiss Cooperation office Lebanon
Beirut
Phone: +961 1 739 741
Fax: +961 1 739 742
Email: beirut@sdc.net

Swiss Cooperation Office Syria
Doha St. No. 25-East Mezzeh
P.O.Box 5913, Damascus - Syria
Phone: +962 6 585 60 20
Fax: +962 6 581 59 56
Email: damascus@sdc.net

Swiss Regional Cooperation Office Jordan
Swefiyeh, Salah Toqan st. No.7
P.O.Box 830544 Amman 11183

Telefon +962 6 585 6020
Fax +962 6 581 5956
E-Mail amman@sdc.net
Website www.swiss-cooperation.admin.ch/jordan/

Weiterführende Informationen und Dokumente

Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land.