Überblick
Factsheet: Engagement der Schweiz, 11.10.2011
Timeline
Engagement der PA IV
Jahreskonferenz der PAIV zu den Aufständen in der arabischen Welt, 18.10.2011
Dossier
Treffen der EU-Tunesien Task Force, 28.09.2011
Rede der Bundespräsidentin Micheline
Calmy-Rey (fr)
Medienmitteilung
Internationale Konferenz zu Libyen in Paris, 01.09.2011
Rede der Bundespräsidentin Micheline
Calmy-Rey (fr)
Regionale Botschafterkonferenz in Doha vom 19.06.2011 - 21.06.2011
Medienmitteilung, 21.06.2011
Regionale Botschafterkonferenz in Tunis vom 01.05.2011 - 03.05.2011
Medienmitteilung, 03.05.2011
Rede der Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey, 01.05.2011
Ankündigung der Nordafrika-Strategie
Medienmitteilung des
Bundesrates, 11.03.2011
INTERVIEWS
PAIV Chef Claude Wild
Aussenministerin Micheline Calmy-Rey
Staatssekretär Peter Maurer
Basler Zeitung, 11.06.2011
Naher und Mittlerer Osten
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Sichere, nachhaltige und friedliche Lebensbedingungen im Nahen Osten
Seit über einem Jahrhundert gehört der Nahe Osten zu einer der fragilsten und der
am stärksten von Konflikten betroffenen Weltregionen. Es handelt sich um anhaltende und latente Konflikte, allen voran der israelisch-palästinensische Konflikt, die politische Unsicherheit in
Libanon, Irak und im besetzten palästinensischen Gebiet. Die Region leidet unter einer langjährigen humanitären Krise, in der die sich die gewöhnlich kurz- bis mittelfristigen humanitären
Herausforderungen zu langfristigen Entwicklungsherausforderungen gewandelt haben.
Irak, Jordanien, Syrien und Libanon sind grösseren Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen und Dürren ausgesetzt. Dies ist eine zusätzliche Bedrohung für die Region und ihre
Bevölkerung.
Um auf die humanitären und entwicklungsspezifischen Herausforderungen der Region zu reagieren, setzt die DEZA auf einen umfassenden Hilfsansatz. Ausserdem versucht sie, Synergien und komplementäre
Interessen der DEZA zu bündeln, indem sie in ihrer Zusammenarbeit mit EDA-internen Stellen wie der Politischen Abteilung IV oder mit anderen Bundesstellen wie dem Bundesamt für Migration oder dem
Staatssekretariat für Wirtschaft auf einen Whole-of-Government-Ansatz setzt.
| Der umfassende Hilfsansatz der DEZA im Nahen Osten orientiert sich an einer optimalen und komplementären Nutzung von Eigenmitteln, Einsatzmodalitäten, Instrumenten, Ansätzen und Kenntnissen der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit. Er berücksichtigt ausserdem den stark regionalen Charakter der wesentlichen Herausforderungen im humanitären Bereich und in der Entwicklungszusammenarbeit. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) ist dabei der wichtigste Regionalpartner. |
Die DEZA versteht ihr Engagement in dieser Region in erster Linie als einen Beitrag zur Herstellung sicherer, nachhaltiger und friedlicher Lebensbedingungen im Nahen Osten. Drei strategische Ziele liegen ihrem Auftrag zugrunde:
1. Förderung des inneren Zusammenhalts von Gesellschaften: inklusive Gesellschaften sind ein Schlüssel für einen nachhaltigen Frieden. Denn implizit befassen sie sich mit Fragen
wie Mitsprache in Entscheidungsprozessen, gleichberechtigter Zugang zu Ressourcen und Chancen, friedliche Methoden zur Konfliktbewältigung.
2. Verbesserung der Dienstleistungen der öffentlichen Hand: Mittel und langfristig hängen Frieden, Stabilität und Entwicklung von einer effizienten öffentlichen Verwaltung ab, die
Rechenschaft über ihr Handeln ablegt und die notwendigen Grunddienstleistungen erbringt.
3. Beschleunigung einer nachhaltigen sozioökonomischen Entwicklung: Die zukünftige Stabilität und Entwicklung hängt von höheren Steuereinnahmen ab. Die Mittel sind erforderlich, um
einen effizienten und verantwortungsvollen Staat aufzubauen und Arbeitsplätze zu schaffen, die den Menschen die Möglichkeit geben, ihre Lebensbedingungen zu verbessern.
Zu den wichtigsten Zielgruppen der DEZA in dieser Region gehören die palästinensischen Flüchtlinge, die Flüchtlinge und intern Vertriebenen aus und in Irak sowie aus umliegenden Ländern sowie
wirtschaftlich und sozial verwundbare Personen wie beispielsweise Wanderarbeiter. Regionale und grenzüberschreitende Aspekte im Bereich Wassermanagement und Migration werden in den nächsten Jahren an
Bedeutung gewinnen. Ausserdem werden bei der Gestaltung von Programmen und Projekten systematisch folgende Aspekte einbezogen: Konfliktsensitives Programmmanagement (CSPM), Gender, Disaster Risk
Reduction (DRR), Klimawandel und Gouvernanz.
Die zwei Kooperationsbüros in Jerusalem und Amman (letzterem gehören die zwei Programmbüros in Beirut und Damaskus an) arbeiten bei der Umsetzung aller regionalen Programme und Projekte eng
zusammen.
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in dieser Region. |
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