Zentralamerika (Nicaragua, Honduras)
Website der DEZA in Zentralamerika (Nicaragua, Honduras): www.cosude@org.ni
Im Bereich der humanitären Hilfe engagiert sich die DEZA angesichts der immer wieder drohenden Naturkatastrophen vor allem in der Vorbeugung und Vorsorge.
| Das bilaterale Engagement des Bundes | 2010 |
2011 |
2012* |
|---|---|---|---|
| DEZA | |||
| Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit | 25.01 | 33.24 | 36.00 |
| Humanitäre Hilfe | 1.97 | 2.75 | 1.48 |
| Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) | |||
| Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung | 14.04 | 3.59 | 2.93 |
| Total Engagement DEZA/SECO | 41.02 | 39.58 | 40.41 |
| Andere Bundesämter | |||
| Abt. Menschliche Sicherheit und Direktion für Völkerrecht des EDA | 0.43 | 0.45 | 0.14 |
| Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) | 0.07 | 0.07 | 0.07 |
| Bundesamt für Umwelt (BAFU) | 0.11 | 0.01 | .. |
| Total andere Bundesämter | 0.61 | 0.53 | .. |
| Total | 41.63 | 40.11 | 40.62 |
Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit ohne Programmbeiträge an NGOs
.. = keine Angaben
Kooperationsstrategie: Schwerpunkte
Die Entwicklungszusammenarbeit mit Zentralamerika ist auf die thematischen Schwerpunkte Förderung von Kleinunternehmen, Gouvernanz / öffentlicher Haushalt und Infrastruktur / lokale öffentliche
Dienstleistungen ausgerichtet. Die humanitäre Hilfe der DEZA unterstützt die Länder im Bereich der Risikoreduktion bei Naturkatastrophen. Das SECO ist in allen drei thematischen Schwerpunkten
engagiert und leistet ausserdem eine allgemeine Budgethilfe für den Staatshaushalt Nicaraguas (finanzielle Mittel und technische Beratung). Die jährlichen Ausgaben der DEZA in Zentralamerika betragen
im Mittel der letzten Jahre rund 23 Millionen CHF. Hinzu kommen etwa 10 Millionen CHF des SECO. Ausserdem leistet die DEZA Programmbeiträge an Schweizer Hilfswerke. Die meiste Unterstützung kommt den
beiden ärmsten Ländern der Region zu, Nicaragua und Honduras. Unterstützung erhalten aber auch ausgewählte Institutionen und Initiativen, die in mehreren zentralamerikanischen Staaten tätig
sind.
Die Kooperationsstrategie umfasst die genannten drei thematischen Schwerpunkte. Innerhalb dieser Schwerpunkte leistet die DEZA Unterstützung in folgenden Bereichen:
- Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU):
- Finanzdienstleistungen für Kleinunternehmen und die arme Bevölkerung (DEZA: Stärkung der Mikrofinanzinstitutionen, SECO: Investitionsfonds);
- Beratung und Förderung von Kleinunternehmen (DEZA: Beratung von Kleinunternehmen + technologische Innovation im landwirtschaftlichen Bereich, SECO: Qualitätsstandards und Exportförderung);
- Berufsbildung (DEZA)
- Verbesserung der Rahmenbedingungen und der Handelspolitik (SECO)
Anteil am DEZA-Budget für Zentralamerika: rund 40%
- Gouvernanz und öffentlicher Haushalt:
- Allgemeine Budgethilfe und Beratung in öffentlicher Finanzplanung (nur Nicaragua, SECO);
- Unterstützung von Politiken zur Bekämpfung der Armut (Nationale Entwicklungsplanung, Massnahmen der Risikoreduktion bei Naturkatastrophen) (DEZA und SECO)
Anteil am DEZA-Budget für Zentralamerika: rund 30%
- Infrastruktur und lokale öffentliche Dienstleistungen (v.a. im Bereich Trinkwasser und Energie):
- Trinkwasser und Siedlungshygiene im ländlichen Bereich, einschliesslich lokales nachhaltiges Management (DEZA);
- Dezentrale Nutzung von Wasserkraft (DEZA);
- Infrastrukturförderung mit Privatsektorbeitrag (SECO)
- Stärkung der Kapazitäten in der Risikoreduktion bei Naturkatastrophen auf Gemeinde- und Staatsebene (DEZA)
Anteil am DEZA-Budget für Zentralamerika: rund 26%
In sämtlichen thematischen Schwerpunkten fördert die DEZA die Erarbeitung nationaler Strategien und Pläne, richtet ihre Zusammenarbeit auf diese aus und unterstützt deren Umsetzung mit Beratung,
finanziellen Mitteln und Integration ihrer eigenen langjährigen Erfahrung in der Region. Dies tut die DEZA in Absprache und Zusammenarbeit mit anderen bilateralen und multilateralen Gebern. Diese
Prinzipien werden unter den Konzepten des Alignment (Ausrichtung der Kooperation auf nationale Programme) und der Harmonisierung (Angleichung von Interventionen und Prozeduren unter den Gebern und
mit dem Land) international diskutiert und gefördert. Sinngemäss wird dies auch auf regionaler Ebene betrieben, wobei das zentralamerikanische Integrationssystem SICA (Sistema de Integración
Centroamericano) ein wichtiger Partner ist.
In den für die DEZA verbindlichen Transversalthemen Gouvernanz (gute Regierungsführung) und Gender (Gleichstellung der
Geschlechter) wird das Augenmerk insbesondere auf Transparenz und Rechenschaftslegung im öffentlichen Sektor, auf die lokale und nationale BürgerInnen-Beteiligung sowie auf die Förderung der
Chancengleichheit für Frauen und Männer gerichtet.
Die humanitäre Hilfe der DEZA unterstützt in Zentralamerika Mehrjahrespläne für die Vorbeugung und Vorsorge von Naturkatastrophen. Diese orientieren sich an der erfolgreichen Strategie des „Integrated Risk and Disaster Management“ (IRDM). Diese Aktionslinie hat zum Ziel, den Partnerländern nicht nur kurzfristig bei der Bewältigung von Krisen und Katastrophen zu helfen, sondern sie sowohl mittelfristig beim Wiederaufbau, als auch langfristig im Rahmen von Vorsorge- und Vorbeugemassnahmen bei der Analyse der Naturgefahren und Risiken sowie bei der Ausarbeitung von geeigneten Schutzmassnahmen zu unterstützen. Der ganzheitliche Programmansatz versteht sich ausdrücklich als Beitrag zur Verringerung der Armut und nachhaltigen Entwicklung der Region.
Hintergrundinformationen Zentralamerika
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Nicaragua
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Honduras
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Kontaktadresse der DEZA vor Ort:
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Zentralamerika (Nicaragua, Honduras) (Managua) |
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Oficina de Cooperación Suiza en America Central - Nicaragua |
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| Telefon | +505 266 3010 |
| Fax | +505 22 6666 97 |
| managua@sdc.net | |
| Website | www.cosude@org.ni |
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Weiterführende Informationen und Dokumente Hier finden Sie weiterführende Publikationen, Links, Dokumente und Artikel zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in diesem Land. |
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