07.12.2010 - Pressemitteilung
Cholera-Epidemie in Haiti: DEZA entsendet weitere Experten
Zur Bekämpfung der Cholera-Epidemie in Haiti stellt die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA zusätzlich zu den vor einigen Wochen entsendeten Trinkwasser- und Medizin-Experten weitere Fachleute zur Verfügung. Sie unterstützen die staatliche Trinkwaser-Behörde sowie das Albert Schweizer Spital im Departement Artibonite. Inzwischen sind sämtliche Landesteile Haitis von der Cholera betroffen.
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) leistet einen weiteren Beitrag zur Bekämpfung der Cholera-Epidemie in Haiti. Am 28. November 2010 hat die DEZA auf Anfrage von Terre des Hommes Lausanne ein weiteres Expertenteam des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) in den Bereichen Trinkwasser, Logistik und Medizin nach Haiti entsendet. Das Team wird die Hilfsorganisation bis Ende Jahr beim Aufbau von zwei Cholera-Behandlungszentren in Les Cayes und Grand-Goâve im Südwesten des Landes unterstützen.
Das medizinische Team, welches dem Albert Schweizer Spital bei der Behandlung von Cholera-Patienten seit drei Wochen zur Verfügung steht, wird für weitere vier Wochen durch zwei Krankenschwestern abgelöst. Ein weiterer Wasser-Experte wird dem Kinderhilfswerk UNICEF zur Verfügung gestellt und innerhalb des UN-Systems während dreier Monate wichtige Koordinationsfunktionen unter den zahlreichen Akteuren im Wasserbereich übernehmen.
Vor dem Hintergrund der volatilen Sicherheitssituation reist in diesen Tagen ein Team von zwei Sicherheitsexperten des SKH nach Haiti, um den Partnerorganisationen der DEZA vor Ort in sicherheitsrelevanten Aspekten während zweier Wochen beratend zur Seite zu stehen.
Ferner beteiligt sich die DEZA mit CHF 100'000.-- an einem Caritas-Projekt. Im Rahmen dieses Projekts werden Hygiene-Sets verteilt und gleichzeitig eine Informations-Kampagne zur Cholera-Prävention durchgeführt.
Weiterführende Informationen und Dokumente
- Haiti
Haiti gehört seit 2013 zu den sogenannt fragilen Ländern, in denen die DEZA ihr Engagement ausbauen ... - Berichterstattung 2010