07.04.2010 - Artikel
Globalisierung und Zugang zu Gesundheit
19.–21. April 2010, Geneva Health Forum
Die Globalisierung und die gegenwärtigen Krisen gefährden die in den Entwicklungsländern erzielten Fortschritte im Gesundheitswesen. Das Genfer Gesundheitsforum befasst sich mit den anstehenden Herausforderungen und sucht insbesondere nach regionalen und lokalen Lösungsansätzen. Die internationale Konferenz wird von den Universitätsspitälern Genf (HUG) und der Medizinischen Fakultät der Universität Genf mit Unterstützung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) organisiert.
Das Gesundheitswesen steht heute vor vier Herausforderungen, die auf die Krisen im Nahrungsmittel-, Energie-, Wirtschafts- und Klimabereich zurückzuführen sind. Das Zusammenspiel dieser Krisen gefährdet die in den letzten Jahren erzielten Fortschritte und belastet zunehmend die Finanzierung der Gesundheitsversorgung und des medizinischen Personals sowie die lokalen Gemeinschaften, namentlich in den Entwicklungsländern.
Das Genfer Gesundheitsforum sucht nach dauerhaften Antworten auf die Krisen und setzt den Schwerpunkt auf Erfahrungen und Erkenntnisse, die auf regionaler und lokaler Ebene gewonnen werden. DEZA-Direktor Martin Dahinden wird die Veranstaltung eröffnen, an der rund 900 Personen teilnehmen werden. Darunter befinden sich sowohl Akteure der Entwicklungszusammenarbeit als auch Entscheidungsträger und Akademikerinnen und Akademiker.
Der Zugang zu Gesundheit hat für die DEZA, die über eine breite Erfahrung auf diesem Gebiet verfügt, einen zentralen Stellenwert. Sie führt beispielsweise in Ländern wie Tansania, Tadschikistan, Weissrussland, Nordkaukasus oder Bosnien und Herzegowina Gesundheitsprojekte durch. Am Forum werden Projektverantwortliche aus diesen fünf Partnerländern und -regionen über ihre Arbeit berichten.
Die DEZA arbeitet seit längerer Zeit mit den Universitätsspitälern Genf zusammen. Sie hat bereits Projekte der HUG finanziert und die Fortsetzung von Projekten sichergestellt. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt in der Aus- und Weiterbildung, namentlich in Ländern Afrikas und Osteuropas. Dabei wird eine enge Kooperation mit lokalen Institutionen angestrebt. In Bosnien und Herzegowina steht beispielsweise das Basisgesundheitssystem im Zentrum. Aber auch im humanitären Bereich wird eine Zusammenarbeit angestrebt: Die HUG haben 2008 einen Dienst für internationale und humanitäre Medizin gegründet, der in Haiti nach dem Erdbeben vom letzten Januar zum Einsatz kam.
Das Forum, das seit 2006 zum dritten Mal stattfindet, steht im Zeichen des allgemeinen Zugangs zu Gesundheit. Die DEZA unterstützt die Veranstaltung mit einem Betrag in der Höhe von 100000 Franken.
Weitere Informationen und
Anmeldung
Weiterführende Informationen und Dokumente
- Crisis in the context of globalisation – business as usual in international health?
Speech of Martin Dahinden
Download (PDF, 88 KB) : [en] -
Geneva Health Forum (fr/en)
http://www.genevahealthforum.org -
Universitätsspitäler Genf (HUG) (fr)
http://www.hug-ge.ch -
Millenniumsentwicklungsziele (fr/en/sp)
http://www.un.org/millenniumgoals - Reproduktive Gesundheit
- Gesundheitssysteme und -dienstleistungen