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Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit Entwicklungsausschuss (DAC)

Die OECD dient ihren 34 Mitgliedstaaten als Plattform für die Diskussion, Evaluation und Verbesserung ihrer Politiken. Von zentraler Bedeutung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit ist die Zusammenarbeit mit dem Development Assistance Committee (DAC), einer Untergruppe der OECD.

Die Hauptaufgaben der OECD

Die OECD hat sich zum Ziel gesetzt, die Wirtschaftlichkeit ihrer Mitgliedstaaten zu stärken, die Marktwirtschaft und den Freihandel zu unterstützen sowie Entwicklung in Industrie- und in Entwicklungsländern zu fördern. Mitglieder sind die 34 reichsten Länder der Welt, die mehr als die Hälfte der weltweiten Wirtschaftskraft innehaben. Die Regierungen verfügen mit der OECD über einen Rahmen, um ihre Politiken in den Bereichen Wirtschaft, Finanzen, Bildung, Entwicklung, Wissenschaft und Umwelt zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Die OECD ist in verschiedene Untergruppen organisiert, wovon im Bereich Development Assistance Committee (DAC) Entwicklungszusammenarbeit das die wichtigste für die DEZA ist. Weitere Einrichtungen der OECD, die zur Themengruppe Entwicklung gehören, sind

Aufgaben und Ziele des Development Assistance Committee (DAC)

Das DAC wurde 1961 gegründet. Heute gehören ihm 24 OECD-Mitglieder an. Unter ihnen vertreten sind die wichtigsten bilateralen Geber an. Das DAC - seit 2011 vom US-Amerikaner Brian Atwood präsidiert - verfolgt das Ziel, das Hilfevolumen an die Entwicklungsländer zu erhöhen und die Hilfe wirksamer zu gestalten. Das DAC ist selber nicht operationell tätig, sondern setzt sich gezielt mit den politischen, methodischen und technischen Aspekten der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und ihren Zusammenhängen auseinander. Das Resultat sind Grundlagendokumente und Richtlinien, die in der internationalen EZA wegweisend sind.

Beispiele solcher Richtlinien sind z.B. die DAC Guidelines on Poverty Reduction, Supporting Statebuilding in Situations of Conflict and Fragility oder Integrating the Rio Conventions into Development Cooperation. Die Erarbeitung derartiger Dokumente erfolgt meist in den Arbeitsgruppen und Netzwerken des DAC; in Bezug auf Entwicklung existieren jene zurzeit zu den folgenden Themen:

Ende 2011 findet in Busan das vierte High-Level Forum zum Thema Aid Effectiveness statt. Dort wird Bilanz gezogen inwiefern die Verpflichtungen und Ziele der Paris Deklaration (PD) und der Accra Agenda for Action (AAA) erreicht worden und ob diese zu besseren Entwicklungsresultaten beigetragen haben. In Busan sollen ferner neue Geldgeber in den Prozess eingebunden und neben der öffentlichen Entwicklungshilfe (APD) auch andere entwicklungsrelevante Finanzflüsse in das Konzept aufgenommen werden.

Das DAC und die Schweiz

Die aktive Mitarbeit in der OECD ist für die Schweiz sehr bedeutsam, da sie ihre Sichtweisen und ihre Fachkompetenz direkt einbringen kann- im Gegensatz zu anderen Gremien wie der G20 und der EU, wo sie nicht vertreten ist. Die Schweiz präsidiert derzeit einige Komitees und Arbeitsgruppen der OECD. Im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit hat die DEZA das Co-Präsidium des Gouvernanz-Netzwerkes , sowie das Vizepräsidium der Working Party on Statistics inne.

Die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und dem DAC erfolgt einerseits über die ständige OECD-Delegation der Schweiz in Paris. Andererseits nehmen regelmässig Vertreter der DEZA bzw. des SECO an Meetings und Konferenzen zu verschiedensten Themen teil; zur Ausarbeitung von Richtlinien und Empfehlungen werden jeweils Spezialisten in die DAC Networks entsandt.

Eine Spezialität des DAC ist die Evaluation der Entwicklungshilfe-Systeme der Mitgliedstaaten in sogenannten Peer Reviews. Dadurch können die Mitglieder ihre Arbeit einer eingehenden Prüfung unterziehen, ihre Tätigkeiten mit den Prinzipien und Ansätzen des DAC vergleichen und die eigenen Stärken und Schwächen erkennen. Die letzte Überprüfung der Schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit erfolgte im Jahr 2009.

Weiterführende Informationen und Dokumente