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Das SKH und seine Fachgruppen

Das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe (SKH) ist ein Pool von Expertinnen und Experten, die der Humanitären Hilfe des Bundes zum weltweiten Einsatz zur Verfügung stehen.

Die Korpsangehörigen...
...werden zu einem grossen Teil in direkten Aktionen im Ausland eingesetzt. Darüber hinaus arbeiten sie zunehmend in verschiedensten Positionen für internationale humanitäre Partnerorganisationen wie dem UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR), dem Welternährungsprogramm (WFP), der UNO-Koordinationsstelle für humanitäre Angelegenheiten (UN-OCHA), dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und dem Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA). Rund 15% der Korpsangehörigen sind Fraunen (UNRWA).

...kommen weltweit zum Einsatz. Sie unterstützen Menschen vor, während und nach Konflikten, Krisen sowie Natur- und technologischen Katastrophen. Laufend stehen rund hundert Personen in über 30 Ländern im Einsatz. Vielfach handelt es sich um Projektleiter und Führungskräfte, welche die Aufgaben vor Ort in Zusammenarbeit mit einheimischem Personal ausführen. In den verschiedenen Projekten werden auf diese Weise mehrere hundert lokale Mitarbeiter beschäftigt. Eine kleine Gruppe von sehr erfahrenen Korpsangehörigen wird für Abklärungsmissionen in verschiedenen Fachbereichen im Feld eingesetzt.

Die Fachgruppen des SKH...
...gewährleisten einen situationsgerechten und effizienten Einsatz in den vier wichtigsten Aufgabenbereichen der Humanitären Hilfe des Bundes: Prävention, Nothilfe, Wiederaufbau und Anwaltschaft. Derzeit existieren 10 Fachgruppen, in die alle Korpsangehörigen gemäss ihren beruflichen Voraussetzungen eingeteilt werden: 

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Fachgruppe Koordination und Administration
Berufserfahrung als ManagerIn, KoordinatorIn, in Finanz- und Personaladministration oder auch internationale Erfahrung im Bereich Protection und Child Protection.
Aufgaben: Mitglieder dieser Fachgruppe decken einen breiten Bereich an Funktionen und Einsätzen ab. Sie übernehmen die Leitung internationaler oder schweizerischer Hilfsprogramme während und nach Konflikten und Katastrophen. Im Weiteren setzen sich Fachkräfte im Bereich Protection und Child Protection für den Schutz von Opfern und Vertriebenen ein, dies vor allem innerhalb von UN-Organisationen.

logistik.jpg Fachgruppe Support/Logistik
Berufserfahrung
als LogistikerIn (z.B. SpediteurIn, Air-DispatcherIn, technische/r EinkäuferIn, Betriebsdisponent/In, Supply Chain MangerIn, Logistikfachmann –frau, LogistikleiterIn, Dipl. Logistik-GeneralistIn), im nationalen/internationen Logistikbereich, in den Verkehrsarten Strasse, Luft, Wasser sowie in der Lagerbewirtschaftung.
Aufgaben: logistische Koordinationsaufgaben wie Beschaffung, Transport, Lagerung und Verteilung von Hilfsgütern während und nach Konflikten und Katastrophen. Im Logistikbereich werden primär Leistungen zugunsten der Betroffenen erbracht, dies geschieht über die Einsatzinstrumente (Soforteinsatzteams(SET)/Rettungskette/Hilfsgüter) der Humanitären Hilfe des Bundes oder als Projektmitarbeiter eines Koordinationsbüros. Im Supportbereich werden Leistungen zugunsten des eigenen Teams erbracht (Eigenlogistik).
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Fachgruppe Bau
Berufserfahrung als ArchitektIn, BauingenieurIn (inkl. Strassenbau), BauführerIn, RaumplanerIn.
Aufgaben: Planung, Beratung und Ausführung von Wiederaufbaumassnahmen in Zusammenarbeit mit nationalen Unternehmen (Wohnhäuser, Schulen, Spitäler). In der Phase der Überlebenshilfe werden temporäre Bauten (Zelte, Notbehausungen) aufgebaut. Ein weiterer Einsatzbereich ist die Schulung von nationalem Personal wie z.B. im Bereich Gebäudesicherheit nach Erdbeben.

WES

Fachgruppe WES (Water and Environmental Sanitation)
Berufserfahrung als BauingenieurIn, HydrogeologIn, ChemikerIn, BiologIn, PhysikerIn, Umweltfachmann/-frau.
Aufgaben: Finden und Fassen von Grundwasser, Erstellen oder Sanieren von Installationen der Wasseraufbereitung, -speicherung und -verteilung; Wasseranalyse und -verteilung; Abwasserentsorgung; Mess- und Nachweisaufgaben, Lagebeurteilung und Sofortmassnahmen sowie fachtechnische Beratung von Behörden und Organisationen bei Umwelt- oder Technologiekatastrophen; Ausbildung von nationalem Personal.

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Fachgruppe Umwelt & Disaster Risk Reduction
Berufserfahrung:
Umweltfachmann/-frau, Experte im Bereich Naturwissenschaften (z.B. ChemikerIn, PhysikerIn, ForstingenieurIn, KulturingenieurIn, AgronomIn, GeologIn, HydrologIn, GeographIn), leitende Angehörige von Schweizer Krisenstäben.
Aufgaben: Umwelt-Assessments nach Naturkatastrophen, technologischen Katastrophen und humanitären Konflikten und Einleitung von Sofortmassnahmen; Gefahren- und Risikoanalysen von Naturkatastrophen und Einleitung von Planungsmassnahmen (z.B. Kartierung); Aufbau von lokalen Strukturen zur präventiven Katastrophenbewältigung (z.B. Bewusstseinsbildung, Alarmorganisation, Ausbildung von nationalen SpezialistInnen und Lokalbevölkerung).

Medizin Fachgruppe Medizin
Berufserfahrung
als Arzt/Ärztin (Epidemiologie, Kriegschirurgie, Katastrophenmedizin, Public Health), MikrobiologIn, ErnährungsspezialistIn.
Aufgaben: Soforteinsätze bei Katastrophen und Epidemien; Anleitung und Ausbildung von nationalem Spitalpersonal; Prävention von Epidemien.
Information.jpg Fachgruppe Information
Berufserfahrung
als JournalistIn, Video- und FotojournalistIn, FotografIn.
Aufgaben: MediensprecherIn / InformationsbeauftragteR im Feld oder an der Zentrale, Foto- und Videoproduktionen.
Telecom.jpg Fachgruppe Telecom
Berufserfahrung
als ElektrotechnikerIn, InformatikerIn.
Aufgaben: Telekommunikation bei Einsätzen der Rettungskette und bei Soforteinsätzen gewährleisten. Kurzfristige Sicherstellung der Telekommunikation im Katastrophenfall.
Rettung Fachgruppe Rettung
Berufserfahrung als Angehörige der Rettungstruppen der Armee.
Aufgaben: Rettungseinsätze für Verschüttete und Eingeschlossene insbesondere nach Erdbeben; orten, retten, bergen, Beratung ausländischer Regierungen für den Aufbau von "Response"-Kapazitäten; Ausbildung von "USAR"-Teams (Urban Search and Rescue).
Sicherheit

Fachgruppe Sicherheit
Berufserfahrung
 als PolizistIn, als Angehörige/r des VBS mit mehrjähriger Erfahrung und Ausbildung in sicherheitsrelevanten Themen, SicherheitsberaterIn einer internationalen Organisation (Vereinte Nationen, NGOs, etc), Sicherheitsexperte/in z.B. tätig im Rahmen einer privaten Sicherheitsfirma.
Aufgaben: SicherheitsberaterInnen werden in verschiedenen Einsätzen benötigt: kurzfristig im Rahmen von Soforteinsatzteams bei Naturkatastrophen oder „complex emergencies“ zur Unterstützung des Managements in Sicherheitsfragen; langfristig als Secondments bei UN Organisationen; zur Unterstützung der DEZA-Sicherheitsverantwortlichen bei regulären Missionen im Feld für Koordinationsbüros der DEZA (Situationsanalyse, Risk Assessments, security training) sowie zur temporären Verstärkung an der Zentrale.

Weiterführende Informationen und Dokumente